St. Moritz - nun auch Schub für die Frauen
publiziert: Dienstag, 21. Dez 2004 / 07:20 Uhr

Nach der Podest-Triplette der Männer hoffen nun auch die Schweizer Frauen, dass bei den Heimrennen in St. Moritz mit einem Super-G am Dienstag und einem Riesenslalom am Mittwoch der Knoten platzt.

Die Bilanz bis jetzt ist nicht überwältigend - das weiss auch Marie-Theres Nadig.
Die Bilanz bis jetzt ist nicht überwältigend - das weiss auch Marie-Theres Nadig.
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Das bisher beste Resultat dieser Saison ist ein 6. Platz. Dieses erzielte Nadia Styger im Riesenslalom von Aspen. Dazu gab es noch zwei 7. Plätze von Marlies Oester (ebenfalls Riesenslalom) sowie Sylviane Berthod (Abfahrt Lake Louise). Das sind theoretisch jene Fahrerinnen, die sich aufgrund der Selektionskriterien einen WM-Startplatz für Bormio bereits gesichert haben.

Druck etwas weg

Die Bilanz ist nicht überwältigend - das weiss auch Marie-Theres Nadig. Deshalb ist die Cheftrainerin nicht unglücklich, dass die Männer vorgespurt haben: "Das nimmt von uns etwas den Druck. Aber unsere Bilanz lässt sich nicht mit jenen der Männer vergleichen, da unser Programmablauf ziemlich anders.

Nach Sölden gab es eine lange Pause, und jetzt wegen der Ausfälle in Val d´Isère eine weitere. So war es für uns schwierig, in einen Rennrhythmus zu kommen." Sie sei aber überzeugt, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis es auch bei ihrer Mannschaft aufwärts gehe.

Vor allem jenen Fahrerinnen, die die Top-Resulate hätten liefern sollen, lief es nicht ganz nach Wunsch. "Doch diese", so Nadig, "haben noch nie die Erfahrung wie ein Cuche oder Kernen bei den Männern."

Gute Erinnerung an St. Moritz

Nadia Styger verletzte sich in Lake Louise am Rücken und ist heute noch nicht ganz schmerzfrei. "Aber", so die Schwyzerin, "mit dem 6. Platz habe ich immerhin eine Basis.

Vielleicht passt es bereits hier in St. Moritz, an das ich eine besonders gute Erinnerung habe." Hier erzielte sie 1999 als 11. in der Abfahrt in einem ihrer ersten Weltcuprennen ihr erstes Spitzenresultat.

Umsetzung im Rennen fehlt

Auch Fränzi Aufdenblatten, im letzten Winter die Nr. 2, kann bisher mit einem 10. Platz als Bestresultat noch nicht zufrieden sein. "Dabei habe ich den Eindruck", sagt die Walliserin, "dass ich noch nie technisch so bewusst gefahren bin. Meine Stärke war bisher die Kurveneinfahrt, die Schwäche die Kurvenausfahrt. Das habe ich im Training korrigieren können, was mir erlaubt, engere Radien zu fahren. Aber im Rennen mache ich trotzdem immer wieder weite Wege." Auch für sie braucht es nach eigener Einschätzung nur wenig, bis sie wieder auf dem Niveau des letzten Jahres bewegen kann -- oder noch besser.

Geduld brauchts auch für Sonja Nef, die sich in einer für sie neuen Situation befindet: "Früher ist es mir stets gelungen, das, was ich im Training fahre, auch im Rennen umzusetzen." Heuer hat es, trotz guter Form, in der sie sich fühlt, noch nicht geklappt. "Immerhin", so die Appenzellerin mit Galgenhumor, "ist es eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr: Ich fahre ja bereits wieder unter die ersten 20...".

Comeback

Ein Comeback wird Fabienne Suter in St. Moritz geben, die sich im Sommer 2003 einen Trümmerbruch am Schienbeinkopf zugezogen hat, zwei Tage vor dem Kreuzbandriss von Tamara Wolf. Mit ihr, Wolf, Jacqueline Hangl und Aline Bonjour fielen gleich vier der besten Fahrerinnen des (hoffnungsvollen) 1985er-Jahrgangs aus, wie Suter feststellte.

In Aspen bestritt sie zwar schon einen Super-G, in dem sie 36. wurde, "aber", so die Schwyzerin, "das war eher eine Bewegungstherapie." Das wirkliche Weltcup-Comeback erfolgt im Super-G vom Dienstagmittag (Start 11.15 Uhr).

Startliste Weltcup-Super-G Frauen, St. Moritz (Start 11.15)
1 Daniela Ceccarelli (It). 2 Fränzi Aufdenblatten (Sz). 3 Eveline Rohregger (Ö). 4 Emily Brydon (Ka). 5 Melanie Turgeon (Ka). 6 Tina Maze (Sln). 7 Petra Haltmayr (De). 8 Libby Ludlow (USA). 9 Martina Lechner (Ö). 10 Julia Mancuso (USA). 11 Ingrid Jacquemod (Fr). 12 Geneviève Simard (Ka). 13 Isolde Kostner (It). 14 Lindsey Kildow (USA). 15 Kirsten Clark (USA).

16 Katja Wirth (Ö). 17 Karen Putzer (It). 18 Anja Pärson (Sd). 19 Martina Ertl (De). 20 Lucia Recchia (It). 21 Caroline Lalive (USA). 22 Silvia Berger (Ö). 23 Janica Kostelic (Kro). 24 Nadia Styger (Sz). 25 Maria Riesch (De). 26 Alexandra Meissnitzer (Ö). 27 Carole Montillet-Carles (Fr). 28 Hilde Gerg (De). 29 Michaela Dorfmeister (Ö). 30 Renate Götschl (Ö).

38 Martina Schild. 46 Tanja Pieren. 50 Ella Alpiger. 51 Monika Dumermuth. 54 Sylviane Berthod. 65 Sarah Schädler (Lie). -- 69 Teilnehmerinnen.

Technische Daten: Piste Engiadina, 2358 m, 550 m HD, Kurssetzer Serge Dugas (Ka), 34 Tore.

(sl/Si)

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