Staatengemeinschaft will Somalia aus dem Chaos holen
publiziert: Donnerstag, 23. Feb 2012 / 16:34 Uhr / aktualisiert: Freitag, 24. Feb 2012 / 00:47 Uhr
Die Menschen in Somalia leiden.
Die Menschen in Somalia leiden.

London - Im Ringen um ein Ende des Bürgerkrieges in Somalia will die internationale Staatengemeinschaft Überläufern den Weg ins zivile Leben erleichtern. Dies bekräftigten die Teilnehmer der Somalia-Konferenz in London in einem Entwurf der Abschlusserklärung.

Gemeinnützige internationale Hilfsorganisation
8 Meldungen im Zusammenhang
Darin verurteilte die Staatengemeinschaft den Terror in Somalia erneut scharf. Hintergrund ist der formelle Beitritt der somalischen Rebellenorganisation Al-Schabab zum Terrornetzwerk Al-Kaida.

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte, die islamistischen Milizen, die mit der Regierung einen blutigen Bürgerkrieg austragen, seien schwächer geworden. Nun gelte es zu handeln. «Es ist ein kleines Fenster, aber wir können es uns nicht leisten, es nicht zu nutzen», sagte Ban. Zwei Millionen Menschen litten bittere Not.

An der Konferenz nahm auch der Schweizer Aussenminister Didier Burkhalter teil. Er betonte, die nächsten sechs Monate seien entscheidend für den Aufbau eines funktionierenden Staates.

Unterstützung bei der Verfassung

Die Schweiz unterstützt Somalia bei der Ausarbeitung einer neuen Verfassung, wie Burkhalter vor den mehr als vierzig Staatenvertreter erklärte. Entscheidend sei dabei, den Dialog zwischen den verschiedenen lokalen und regionalen Autoritäten zu fördern. «Das langfristige Ziel ist der Aufbau einer stabilen föderalistischen Struktur», sagte er.

Um den Druck für ein Ende der Gewalt in Somalia zu erhöhen, schlagen die USA Sanktionen gegen die Gegner einer politischen Lösung vor. US-Aussenministerin Hillary Clinton sagte, denkbar seien beispielsweise Reisebeschränkungen sowie das Einfrieren von Geldern.

Eine stabile Regierung sei in Somalia längst überfällig, sagte Clinton. Die internationale Gemeinschaft akzeptiere keine Verlängerung des Mandats für die Übergangsregierung mehr, das im August endet.

Mehr als eine Million geflüchtet

Der Einfluss der vom Westen unterstützten Übergangsregierung reicht nur bedingt über die Grenzen der Hauptstadt Mogadischu hinaus. In den vergangenen Jahren sind mehr als eine Million Menschen vor den blutigen Kämpfen und dem Hunger aus Somalia geflüchtet. Sie liessen sich vor allem in Flüchtlingslagern in Kenia und Äthiopien nieder und leben dort unter schwierigen Umständen.

Pünktlich zur Konferenz hatte der UNO-Sicherheitsrat am Mittwoch beschlossen, die Truppen der Afrikanischen Union in Somalia von 12'000 auf etwa 17'700 aufzustocken. Zudem soll das Einsatzgebiet der Organisation erweitert werden. Die Resolution sieht auch ein Export- und Einfuhrverbot für Kohle aus Somalia vor, die als wichtige Einnahmequelle der Al-Schabab-Miliz gilt.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Nairobi - Bei der schweren Hungerkatastrophe in Somalia zwischen Oktober 2010 und April 2012 sind mehr als eine Viertelmillion ... mehr lesen
Viele der Opfer in Somalia waren Kinder unter fünf Jahren.
Mogadischu - Somalias Präsident Sheik Sharif Ahmed hat am Dienstag einen Überfall auf seinen Fahrzeugkonvoi unversehrt ... mehr lesen
Sheik Sharif Ahmed hatte Glück. (Archivbild)
Mogadischu - Somalische Soldaten und Truppen der Afrikanischen Union (AU) haben nach eigenen Angaben die letzte ... mehr lesen
Beschlagnahmte Waffen in Mogadischu.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Nairobi - Die UNO hat die Hungersnot im gewaltgeplagten Somalia offiziell für beendet erklärt. Die für die Überwachung der Hungerkatastrophe zuständige UNO-Einheit FSNAU teilte am Freitag mit, in dem Land herrsche kein akuter Hungerzustand mehr. mehr lesen 
Somalia: Die lokalen Behörden hatten unter dem Vorwand von Qualitätskontrollen Lebensmittellieferungen und Saatgut blockiert.
Mogadischu - Die radikalislamische Shebab-Miliz hat dem Internationalen Komitee ... mehr lesen
New York - Der UNO-Sicherheitsrat hat ein umfassendes Konzept zur Lösung der politischen und humanitären Probleme des Bürgerkriegslandes Somalia und zur Verbesserung der dortigen Sicherheitslage gefordert. mehr lesen 
Gemeinnützige internationale Hilfsorganisation
Plan ist ein unabhängiges Hilfswerk, das sich weltweit für benachteiligte Kinder und deren Familien stark macht.
Mangel an Asylunterkünften
Mangel an Asylunterkünften
Asyl  Zürich - Asylsuchende unterirdisch unterzubringen sei nicht menschengerecht: Dieser Meinung ist Beat Meiner, Generalsekretär der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH). Und er kritisiert die Schweizer Asylpolitik grundlegend. 
Österreicherin arbeitet in St. Kitts mit Kindern und Jugendlichen  Saddlers/St. Kitts - Dass, das Leben manchmal seltsame Wendungen nimmt, davon kann die ehemalige Diplomatin Elisabeth Karamat ein Lied singen. ...  
Basseterre, St. Kitts (Karibik): The Circus Plaza mit der Berkeley Memorial Clock in der Mitte, bildet die Nabe der Stadt und sollte ein Miniatur-Version des berühmten Londoner Piccadilly Circus darstellen.
Demonstration  Zürich - Aus Protest gegen die Vertreibung von Christen aus der nordirakischen Stadt Mossul durch die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) sind am Samstagnachmittag in Zürich etwa 500 Personen auf die Strasse gegangen. Organisiert hatte die Kundgebung auf dem Helvetiaplatz die Jugendgruppe der «European Syriac Union» (ESU Youth).  
Titel Forum Teaser
  • EdmondDantes1 aus Zürich 6
    moderne Naturwissenschaften - die 2 Seiten der Medaille Die Naturwissenschaft der vergangenen Jahrhunderte hat zweifellos ... Sa, 26.07.14 06:44
  • EdmondDantes1 aus Zürich 6
    Danke für die Einladung... Nett dass Sie sich gemeldet haben Herr Kyriacou. Keinschaf’s Analogie ... Fr, 25.07.14 04:52
  • keinschaf aus Wladiwostok 2501
    Warum nur dort? Warum müssen denn diese "Fachleute" ihre "Evidenzen" und vor allem die ... Di, 22.07.14 23:32
  • akyri aus Zürich 11
    Ans Denkfest kommen, EdmondDantes1 Sie fragen nach Fakten zur Evolution? Kommen Sie ans Denkfest und ... Di, 22.07.14 22:43
  • EdmondDantes1 aus Zürich 6
    Antwort an Buffy Hallo Buffy Da scheine ich mit meinem Kommentar „Die ... Do, 17.07.14 02:12
  • Buffy aus Frankfurt 2
    Kommentar - Edit Mein Kommentar bezog sich natürlich auf den Beitrag von EdmontDantes1. ... Mo, 14.07.14 18:00
  • Buffy aus Frankfurt 2
    KREATIONISTEN-ALARM Ich hoffe, dieser fehlleitende Beitrag wird zügig gelöscht. Er ... Mo, 14.07.14 17:54
  • EdmondDantes1 aus Zürich 6
    Die Evolutions-Religion Sie schreiben in der Einleitung zum Artikel den Satz "Die Richtigkeit ... Mo, 07.07.14 19:30
Andrea Frangi ist Professor für Baustatik und Konstruktion (Holzbau) an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Neue Wege im nachhaltigen Holzbau Am ETH-Standort Hönggerberg entsteht derzeit das House of ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DI MI DO FR SA SO
Zürich 10°C 13°C bedeckt, wenig Regen bedeckt, starker Regen bedeckt, starker Regen bedeckt, starker Regen bedeckt, starker Regen bedeckt, starker Regen
Basel 11°C 13°C bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
St.Gallen 13°C 15°C bedeckt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern 14°C 18°C bedeckt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Luzern 14°C 18°C bedeckt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 14°C 19°C bedeckt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Lugano 18°C 23°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten