Neue Vorschläge
Staatlich gelenkter Markt für Kraftwerke?
publiziert: Freitag, 8. Nov 2013 / 14:08 Uhr

Bisher hatte der Strommarkt eine grosse Schwäche: Er umfasste «nur» den Handel mit Strom. Dies führte dazu, dass der Bau von Kraftwerken zum Stillstand kam, sofern es sich nicht um das stark geförderte Segment der erneuerbaren Energien handelte.

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Die Vernachlässigung etwa im Bereich von Gas- und Wasserkraft hat zur Folge, dass die Stromversorgung in absehbarer Zeit an einem Mangel an Grundlast-, Mittellast- und Reserveleistungskraftwerken leiden wird, und damit auch an einem Verlust an Versorgungssicherheit.

Dies soll sich nun ändern: An der Jahrestagung der SAEE  (Swiss Association for Energy Economics) vom 4. November an der ETH Zürich haben deutsche Kollegen Vorschläge präsentiert, wie Märkte für diese unverzichtbaren Kraftwerke mit abrufbarer Leistung geschaffen werden können. So präsentierte Felix Matthes vom Öko-Institut Berlin Hintergründe, Trends und Perspektiven eines neuen Strommarkt-Designs. Und Christian Growitsch vom Energiewirtschaftlichen Institut EWI an der Universität Köln lieferte einen recht konkreten Vorschlag für einen umfassenden Markt für den Bau von Kraftwerken.

Die Nachfrage besorgt der Staat

Bei diesen Vorschlägen wird ein staatlicher Regulator eine zentrale Rolle spielen müssen: er ist der Nachfrager des Kraftwerkbaus! Ein respektabler Anteil des Umsatzes der Elektrizitätswirtschaft wird von ihm gesteuert. Die gewünschte Versorgungssicherheit betrifft ja die Gesellschaft als Ganzes und ist ein zentrales Element der Stromversorgung.

Die meisten schweizerischen Zuhörer dürften sich die Frage gestellt haben, ob in unserem nationalen Kontext so etwas denkbar ist. Eine schlanke Verwaltung war seit Mitte des 19. Jahrhunderts das Erfolgskonzept der Schweiz. Uwe Hilmes, von Enervis Energy Advisors Berlin, sprach zwar von etwas weniger umfassenden Konzepten, die zur Förderung des notwendigen Baus an Kraftwerken mit abrufbar Leistung führen könnten. Dennoch: es handelt sich hier um ein konzeptionelles Grundproblem des Strommarktes, das einer Antwort harrt.

Optionen für die Schweiz

Eine schweizerische Lösung des Problems wäre beispielsweise, neue Kraftwerke mit abrufbarer Leistung steuerlich zu entlasten. Zusätzlich könnte die Sicherstellung der Versorgungssicherheit an eine Kommission übertragen werden, welche die Entwicklung beobachtet, darüber berichtet und, wenn nötig, eine Anpassung der steuerlichen Begünstigung empfiehlt. Doch dadurch würde sich die Schweiz den Weg zum europäischen Strommarkt wohl verbauen. Die Empfehlung von Hannes Weigt, Universität Basel, war denn auch ganz allgemein, die Entwicklungen in der EU scharf zu beobachten und neue Regelungen möglichst zeitgleich einzuführen.

Ein Beitritt zur EU wäre meiner Ansicht nach weniger peinlich. Ein Verzicht, Teil des europäischen Strommarkts zu sein, wäre zwar heroisch, würde aber eine andere wichtige, traditionelle Eigenschaft der Schweiz zerstören, ihre Weltoffenheit.

(Daniel Spreng/ETH-Zukunftsblog)

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Wo auch immer.
Ich habe ganz vergessen, dass ich nicht der Einzige ohne Auto bin.

Seite eins Girl. Lechz, stöhn................

Keine Angst, die NSA ist schon mit von der Partie.

Ich bin der Rotwein oder Sekttrinker. Also es muss schon minimum ein Zweigelt sein;-)))

Bei Ihnen wäre Sonntagmittag wohl besser.

Das Schützengarten ist doch kein Problem. Bekommt man hier auch. Zumindest hat man es bekommen. Ist besser als wie die Feldschlösschenpfütze. Darf es auch ein Appenzellerbier sein?
Hahahaha Heidi!
Der keinschaf will eine St. Gallerbratwurst und nicht sonstwas!
Ansichtssache
Für mich ist Olten der nahe Osten. Der wilde Westen beginnt westlich von Oberburg.

Ich habe gesucht und eine Bratwurst in Olten gefunden:
http://www.cylex.ch/olten/bifang-imbiss-gmbh-11005608.html

Den Bundespräsidenten habe ich soeben angefragt, er ist schon anderweitig engagiert. Aber Martina Hingis könnte noch kommen.
Zentral?
Einen Ostschweizer bei diesem Hundewetter dazu zu bringen, sein Haus zu verlassen, ist schon anspruchsvoll genug. Ihm eine Reise in den wilden Westen abzuringen, ohne Aussicht, dort eine richtige Bratwurst vom Grill und das einzig trinkbare Bier aus dem Hause Schützengarten zu bekommen, grenzt an eine Lebensaufgabe - da ist es einfacher, dem Papst ein Doppelbett zu verkaufen;-)

Bin nicht grundsätzlich abgeneigt.. Wenn wenigstens der NDB, die NSA, der Blickreporter mitsamt Seite-1-Girl und der Bundespräsident auf der Gästeliste sind, warum nicht?
Olten
Warten wir mal ab wer noch kommen kann.

Nein Heidi, ich finde es schön, dass du für mich garantierst. Ich erachte dies als Kompliment!
Sorry jorian
Natürlich kann ich nicht mal für mich selber garantieren!

14. Dezember in Olten? Ich wäre dabei.
Hallo Heidi!
Wunderbar, dass du für mich garantierst;-)))
Ich bin.....
......... dabei.

Samstag 14. Dezember? Oberburg oder Burgdorf?
Warten auf Godot
In diesem Fall zur Abwechslung wohl eher: Warten auf "Midas" ;-)

Nun ja, meine Bedingungen gelten nur für meine Teilnahme.
Falls aber UZH und/oder ETH vertreten sind, gehe ich ohnehin gleich wieder. Die Uni Basel steht mir wesentlich näher. Sie ist neutraler - und politisch wesentlich zurückhaltender!
Die Redaktion würde ich mir nur mit grosser Skepsis anhören - die haben's ja nicht einmal hier im Forum nötig, zu antworten ...

Ich will niemandem im Weg stehen und auch niemandem Weisheiten ausreden. Allerdings brauche ich Unterstellungen und Beschimpfungen gewisser Leute nicht auch noch persönlich verpasst. Sonst vergesse ich vielleicht plötzlich, dass ich Pazifist bin - allerdings etwa so heftig wie ein hellgrüner Grüner. Meine diesbezüglichen Illusionen sind nämlich schon längst im Dunst entflogen (an Sie, Herr "HeinrichFrei") ...

Heimvorteil? Na und? Oberburg liegt doch ziemlich zentral! Und ein Sonntag könnte durchaus zu einem Sonnentag werden ...


ps
die Seriosität Ihres Vorschlags habe ich keineswegs bezweifelt
na Querschleeger
Bedingungen stellen?

Ich habe diesen Vorschlag ganz seriös gemeint und niemanden ausschliessen wollen. Vielleicht sehe ich nachher einige Forumsteilnehmer aus einer anderen Perspektive. In Oberburg möchte ich diese Zusammenkunft auf keinen Fall haben, es könnte mir als Heimvorteil ausgelegt werden.

Zu Ihren Bedingungen:

1. Für jorian kann ich garantieren, alle anderen kenne ich nicht. Den Terminvorschlag sollten wir also Midas überlassen. Er lebt als einziger von uns im Ausland.

2. Ich möchte gerade auf niemanden verzichten. Habe ich oben bereits erwähnt.

3. Ich hätte ein paar Fragen an die Redaktion und würde mich auf deren Teilnahme freuen.

Muss auch nicht ein Samstag sein, Sonntag geht auch. :)
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