Staatsanwalt ermittelt gegen Hartz
publiziert: Freitag, 7. Okt 2005 / 15:17 Uhr

Braunschweig - Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat in der VW-Affäre nun auch gegen den früheren VW-Personalchef Peter Hartz ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Peter Hartz könnte laut Staatsanwaltschaft von dem Spesenbetrug gewusst und ihn gebilligt haben.
Peter Hartz könnte laut Staatsanwaltschaft von dem Spesenbetrug gewusst und ihn gebilligt haben.
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Hartz war wegen Verdachts auf Untreue ins Visier der Justiz geraten. Die Behörde hat die Arbeitsräume des im Juli zurückgetreten Hartz untersucht und dabei Beweismaterial sichergestellt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Sie leitete gegen den 64-Jährigen ein Ermittlungsverfahren ein.

Die Überprüfung der Zeugenaussagen von Hartz habe Anhaltspunkte dafür erbracht, dass er unter anderem Kenntnis von einem möglichen Spesenbetrug gehabt und diesen gebilligt oder unterstützt haben könnte. Dieser wird einem ehemaligen Personalmanager vorgeworfen.

Wahrscheinlich tiefer verstrickt als bekannt

In der vergangenen Woche hatte die Staatsanwaltschaft nach einer sechsstündigen Vernehmung von Hartz noch mitgeteilt, dass kein Anfangsverdacht gegen den früheren VW-Personalchef besteht. Möglicherweise ist er jedoch tiefer in die Affäre verstrickt als bisher bekannt.

Die Staatsanwaltschaft hat nach eigenen Angaben Anzeichen dafür gefunden, dass er bei seiner Vernehmung nicht die Wahrheit gesagt haben könnte. Hartz hatte laut Staatsanwaltschaft gesagt, selbst von den Unregelmässigkeiten und Missständen «keine Kenntnis» gehabt zu haben. Als diese bekannt wurden, habe er die Verantwortung übernommen und sei zurückgetreten.

Ein VW-Sprecher bekräftigte in einer ersten Stellungnahme den festen Willen zur Aufklärung aller Vorwürfe in der Affäre. Vorstandschef Bernd Pischetsrieder habe «mehrfach betont, dass alle Hintergründe der Affäre ohne Rücksicht auf Personen und Positionen aufgeklärt werden.»

(fest/sda)

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