Prozess soll am Freitag zu Ende gehen
Staatsanwalt fordert Freispruch für Chirac
publiziert: Dienstag, 20. Sep 2011 / 18:33 Uhr
Jacques Chirac muss sich wegen Scheinarbeitsstellen vor Gericht verantworten.
Jacques Chirac muss sich wegen Scheinarbeitsstellen vor Gericht verantworten.

Paris - Im Prozess gegen den früheren französischen Präsidenten Jacques Chirac hat die Staatsanwaltschaft wie erwartet am Dienstag einen Freispruch gefordert. Chirac muss sich wegen Scheinarbeitsstellen im Pariser Rathaus Anfang der 90er Jahre vor Gericht verantworten.

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Die Forderung auf Freispruch gelte für Chirac und für seine neun Mitangeklagten, sagte Staatsanwalt Michel Maes. «Das ist an der Grenze zum Lächerlichen», kritisierte Jérôme Karsenti, der Anwalt der Anti-Korruptionsvereinigung Anticor, die als Nebenkläger auftritt.

Der Prozess, zu dem Chirac wegen Erinnerungslücken nicht selbst erschien, soll am Freitag zu Ende gehen. Dem 78-Jährigen wird vorgeworfen, in seiner Zeit als Pariser Bürgermeister knapp dreissig Mitarbeiter aus der Stadtkasse bezahlt zu haben, obwohl sie gar nicht für die Stadtverwaltung arbeiteten.

«Kein Betrugssystem»

Einige waren stattdessen schon für den späteren Präsidentschaftswahlkampf Chiracs aktiv. Die Staatsanwaltschaft räumte «Verwaltungsmängel» im Rathaus ein. Es habe aber kein «Betrugssystem» gegeben, sagte die zweite Staatsanwältin Chantal de Leiris.

Die Staatsanwaltschaft hatte schon bei den Ermittlungen, die im Herbst 2010 endeten, einen Freispruch gefordert.

(bg/sda)

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