Plädoyers im Erb-Prozess beendet
Staatsanwaltschaft schreibt Erb Skrupellosigkeit zu
publiziert: Freitag, 27. Jan 2012 / 13:00 Uhr / aktualisiert: Freitag, 27. Jan 2012 / 17:44 Uhr
Für Rolf Erb sieht es nicht sonderlich gut aus.
Für Rolf Erb sieht es nicht sonderlich gut aus.

Winterthur - Im Strafprozess gegen den Unternehmer Rolf Erb hat die Staatsanwaltschaft am Freitag ihr Plädoyers mit dem Vorwurf der Skrupellosigkeit abgeschlossen. Zudem schrieb sie Erb eine aussergewöhnliche kriminelle Energie zu.

Sie suchen Beratung, Sie brauchen Unterstützung. Sie setzen auf Erfolg und verlangen rasch messbare Resultate.
MENZI & PARTNER
Blaufahnenstrasse 14
8001 Zürich
8 Meldungen im Zusammenhang
Der Angeklagte habe die ihm zur Last gelegten Delikte nicht aus wirtschaftlicher Notwendigkeit begangen, sondern aus Geldgier heraus, sagte einer der beiden Vertreter der Staatsanwaltschaft. Zur Kaschierung der tatsächlichen finanziellen Lage der schliesslich Pleite gegangenen Erb-Gruppe habe er seine Machtstellung ausgenutzt und das Vertrauen von Mitarbeitern und Geschäftspartnern missbraucht.

Bereits am Dienstag hat die Staatsanwaltschaft den Antrag gestellt, Rolf Erb wegen Urkundenfälschung, gewerbsmässigen Betrugs sowie Gläubigerschädigung mit 10 Jahren Freiheitsentzug zu bestrafen. Der Prozess wird kommenden Mittwoch mit den Plädoyers der Verteidigung fortgesetzt.

Am Freitag begründete die Staatsanwaltschaft ihren Vorwurf, Erb habe einen vom japanischen Mitsubishi-Konzern gesprochenen Rahmenkredit missbraucht und sich so des gewerbsmässigen Betrugs schuldig gemacht. Gedacht gewesen wäre der Kredit eigentlich zur Vorfinanzierung von Autokäufen durch Schweizer Autohändler.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft wurden aber die an Mitsubishi übermittelten Verkaufszahlen gefälscht, um über die Kreditlinie dem bereits arg in Schieflage geratenen Erb-Konzern zusätzliche Liquidität zu verschaffen. Gemäss zitierten Zeugen hat Erb die Fälschungen persönlich angeordnet.

Schloss für Zwillinge

Ebenfalls am Freitagmorgen versuchte die Staatsanwaltschaft aufzuzeigen, dass Erb mehrere Liegenschaften, unter anderem das Schloss Eugensberg im Thurgau, sowie zahlreiche Wertpapiere nur an seine Zwillingssöhne im Babyalter überschrieb, um diese Vermögenswerte vor den Gläubigern zu schützen.

Laut der referierenden Staatsanwältin hing damals ein Darlehensvertrag, für den Erb persönlich haftete, «wie ein Damoklesschwert» über ihm. Der Angeklagte habe daher die Schenkungen im Wissen darum gemacht, dass es in absehbarer Zeit zu einem Zwangsvollstreckungsverfahren gegen ihn kommen würde.

Erbs im Untersuchungsverfahren gemachte Erklärungen zu den Schenkungen bezeichnete die Staatsanwältin denn auch als weitere «Mosaiksteine der Schutzbehauptungen», mit welchen sich der gescheiterte Unternehmer seiner Schuld entledigen wollte.

(laz/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Winterthur - Der ehemalige Chef des Erb-Konzerns hat am Donnerstag eine Niederlage einstecken müssen: Rolf Erbs ... mehr lesen
Die Winterthurer Richter sprachen Rolf Erb für schuldig des gewerbsmässigen Betrugs, der Urkundenfälschung und der Gläubigerschädigung. (Archivbild)
Winterthur ZH - Rolf Erb, der ehemalige Chef des Erb-Konzerns, will seine Verurteilung zu acht Jahren Freiheitsstrafe nicht akzeptieren. Sein Verteidiger erklärte am Donnerstag noch im Gerichtssaal, dass sein Mandant das Urteil ans Zürcher Obergericht weiterziehen werde. mehr lesen 
Rolf Erb wehrt sich mit allen Mitteln gegen eine Verurteilung.
Winterthur ZH - Das Urteil gegen ... mehr lesen
Winterthur - Im Strafprozess gegen Rolf Erb vor dem Winterthurer Bezirksgericht hat die Verteidigung am Mittwoch einen Freispruch gefordert. Der Sohn des Firmengründers Hugo Erb habe keine Jahresrechnungen manipuliert, um die Banken über die wahre Finanzsituation des Konzerns zu täuschen, so die Verteidiger. mehr lesen 
Winterthur - Im Strafprozess gegen Unternehmer Rolf Erb gibt es - zumindest zunächst - kein Zusatzgutachten zur Ertrags- und ... mehr lesen
Das Gericht will erst die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung anhören, bevor allenfalls ein neues Gutachten in Auftrag gegeben werden soll.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Winterthur ZH - Eine zehnjährige Freiheitsstrafe fordert die Staatsanwaltschaft für den Unternehmer Rolf Erb. Sie stellte ihre Anträge am Dienstag, dem zweiten Prozesstag vor dem Winterthurer Bezirksgericht. Sie wirft dem 60-Jährigen Betrug, Urkundenfälschung und Gläubigerschädigung vor. mehr lesen  2
Winterthur ZH - Der Strafprozess gegen den Unternehmer Rolf Erb wird nicht verschoben. Das Winterthurer Bezirksgericht hat am Montag zum Prozessauftakt den Antrag auf Entlassung der Pflichtverteidiger und die Verschiebung der Verhandlung abgelehnt. Der Gerichtspräsident sprach von rechtsmissbräuchlichen Anträgen. mehr lesen 
Winterthur - Die Verantwortlichen des Erb-Imperiums zahlten sich trotz drohender Firmenpleite noch Millionensaläre aus. Rolf Erb, der im Januar 2012 in Winterthur vor Gericht steht, kassierte zwischen 1998 und 2003 bis zu 1,2 Millionen Franken pro Jahr. mehr lesen  1
Alles was Recht ist! Gesellschaftsgründungen, Rechtsberatung, Prozessführung etc.
Sie suchen Beratung, Sie brauchen Unterstützung. Sie setzen auf Erfolg und verlangen rasch messbare Resultate.
MENZI & PARTNER
Blaufahnenstrasse 14
8001 Zürich
Das Inserat sei rassistisch.
Das Inserat sei rassistisch.
Anklage gegen SVP Schweiz  Bern - Die Abstimmung über die SVP-Masseneinwanderungsinitiative soll für ungültig erklärt werden. Das verlangt eine Abstimmungsbeschwerde, die am Donnerstag beim Bundesgericht eingereicht wurde. Teile der Abstimmungskampagne seien rassendiskriminierend gewesen und damit strafbar. 
Zwei SVP-Parteikader wegen Inserat angeklagt Bern - Wegen des Inserats «Kosovaren schlitzen Schweizer auf!» müssen sich zwei hohe Parteikader der SVP ... 1
Wegen des Inserats «Kosovaren schlitzen Schweizer auf!» müssen sich zwei hohe Parteikader der SVP Schweiz vor Strafgericht verantworten.
Unfalldrama mit tödlichem Ausgang  'Death Row Records'-Mitbegründer Suge Knight (49) könnte Berichten zufolge in ein ...
Knights Anwalt  bestätigt gegenüber 'ABC7 Eyewitness News', dass sich Suge «der Polizei stellen» wolle.
18 Strafanzeigen  Rio de Janeiro - Bei Brasiliens staatlich kontrolliertem Öl-Multi Petrobras sind durch ein grossangelegtes Schmiergeldsystem in den Jahren 2004 bis 2012 mindestens rund 717 Mio. Franken veruntreut worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit.  
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2735
    Die... Asylbewerber können in jedem Land einen Asylantrag stellen, z.B. in ... Mi, 14.01.15 13:01
  • Kassandra aus Frauenfeld 1153
    Die Musen sterben! Es wäre ja eine schöne Sache, wenn alle Waren der Welt überall frei ... Sa, 22.11.14 20:28
  • LinusLuchs aus Basel 55
    Demokratie im Niedergang? Ihre Überlegungen finde ich absolut plausibel und sehr spannend, ... Sa, 22.11.14 11:32
  • Kassandra aus Frauenfeld 1153
    Kapitalismus im Niedergang? Ich möchte mich mal nur auf den Schluss ihres Beitrages konzentrieren, ... Fr, 21.11.14 18:36
  • LinusLuchs aus Basel 55
    Inquisition Reloaded Das Festhalten am Bekannten, Bewährten und damit am Sicheren, ... Fr, 21.11.14 13:45
  • jorian aus Dulliken 1550
    Die verdammten Fakten Warum heisst Grönland Grönland? Warum kann man in Schottland keinen ... Fr, 21.11.14 04:03
  • Kassandra aus Frauenfeld 1153
    Ideologische Scheuklappen? Sie haben wohl Recht, LinusLuchs, wenn Sie bezüglich der Aussage "„Dass ... Do, 20.11.14 18:34
  • Kassandra aus Frauenfeld 1153
    Das kann ich aus meinem Berufsleben unbedingt bestätigen. Mitarbeiter im Verkauf und den ... Do, 20.11.14 00:51
Gabi Hildesheimer ist Geschäftsführerin von Öbu, dem Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften.
ETH-Zukunftsblog Vertrauen stärken für den Klimaschutz Die Parteien haben bei den Klimaverhandlungen in Peru ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich -4°C -3°C leicht bewölkt, Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
Basel -5°C -2°C bewölkt, Schneefall stark bewölkt, wenig Schneefall stark bewölkt, wenig Schneefall stark bewölkt, wenig Schneefall stark bewölkt, wenig Schneefall stark bewölkt, wenig Schneefall
St.Gallen -2°C -0°C stark bewölkt, Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
Bern -1°C 2°C bewölkt, Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
Luzern 0°C 2°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
Genf -0°C 2°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Lugano 2°C 8°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten