Staatshilfe für Autobauer von 17,4 Milliarden Dollar
publiziert: Freitag, 19. Dez 2008 / 15:54 Uhr / aktualisiert: Freitag, 19. Dez 2008 / 17:16 Uhr

Washington - General Motors und der Konkurrent Chrysler sind vorerst vor der Pleite gerettet. US-Präsident George W. Bush verschaffte den schwer angeschlagenen Autoherstellern mit Notkrediten von insgesamt mehr als 17 Mrd. Dollar eine Atempause.

Die Autobauer müssen ihre Finanzen bis Ende März sanieren. (im Bild der General Motors-Hauptsitz in Detroit)
Die Autobauer müssen ihre Finanzen bis Ende März sanieren. (im Bild der General Motors-Hauptsitz in Detroit)
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Das Geld soll bis Ende März reichen. Bis dahin müssten die Unternehmen mit harten Sanierungsschritten ihre Zukunftsfähigkeit unter Beweis stellen, betonte Bush.

Die Kredite sind an strenge Bedingungen geknüpft. Der zweitgrösste US-Autohersteller Ford lehnte das Hilfsangebot ab, weil er auf eigene Faust weitermachen könne.

Bush stellte unmissverständlich klar, dass seine Regierung praktisch keine Wahl gehabt habe. Ohne die Hilfen drohe der Autoindustrie ein «unkontrollierter Zusammenbruch», der die Rezession weiter verschärft hätte.

Kredite müssen zurückbezahlt werden

In einer ersten Tranche sollen 13,4 Mrd. Dollar ausgezahlt werden, und in einer zweiten Rate im Februar weitere 4 Mrd. Dollar. Das Geld kommt aus dem 700-Milliarden-Dollar-Rettungspaket, das eigentlich ausschliesslich für den Finanzsektor gedacht war. Die Regierung erhalte im Gegenzug stimmrechtslose Aktien.

Trotz aller auch langfristigen Probleme der US-Autohersteller stellte Bush unmissverständlich klar: «Die Autobauer müssen die Kredite zurückzahlen». Zu den Bedingungen gehört, dass die Unternehmen ihre Kosten kappen und die Wettbewerbsfähigkeit stärken, um etwa mit ausländischen Produzenten in den USA konkurrieren zu können.

Zugeständnisse der Arbeitnehmer gefordert

Arbeitnehmer und Gewerkschaften müssten zu Einschnitten auch bei Sozialleistungen bereit sein. Wenn dies nicht innerhalb der nächsten Monate gelingen sollte, müssten Insolvenzverfahren mit Gläubigerschutz nach US-Muster ins Auge gefasst werden.

Die US-Börsen haben positiv auf die Ankündigungen reagiert und mit Gewinnen eröffnet. GM-Aktien schossen knapp 15 Prozent in die Höhe, die von Ford knapp neun Prozent. Chrysler ist nicht börsenkotiert.

(bert/sda)

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