Staatskrisen wegen Vogelgrippe befürchtet
publiziert: Montag, 13. Mrz 2006 / 18:39 Uhr

Washington - Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt für den Fall einer weltweiten Vogelgrippe-Epidemie vor erheblichen Konsequenzen für die Weltwirtschaft.

Sollte H5N1-Virus mutieren und sich leicht von Mensch zu Mensch übertragen, sind sogar Staatskrisen zu befürchten.
Sollte H5N1-Virus mutieren und sich leicht von Mensch zu Mensch übertragen, sind sogar Staatskrisen zu befürchten.
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Sollte das bei Geflügel grassierende H5N1-Virus mutieren und sich leicht von Mensch zu Mensch übertragen und Millionen anstecken, seien Firmenpleiten und Staatskrisen zu befürchten, heisst es in einer Studie, die der IWF veröffentlichte.

Die Weltfinanzorganisation betont aber, dass alle Prognosen schwierig sind, weil niemand wisse, wie sich das Virus entwickelt. Vor der Frühjahrstagung im April will der IWF eine detailliertere Analyse über mögliche Wachstumseinbrüche vorlegen.

«Ein finanziell stabiles Land könnte bei einer schweren Epidemie einen erheblichen Einbruch in einem Quartal erleben, im folgenden aber eine schnelle Erholung», sagte David Hoelscher, einer der Autoren des Berichts. «In einer gut funktionierenden Volkswirtschaft gibt es keinen Grund zur Sorge vor langfristigen Konsequenzen.»

Erhebliche Produktionseinbussen und sinkende Verbraucherausgaben

Im Fall einer weltweiten Epidemie müssten sich Länder auf Transport- und Handelsstörungen, Einbrüche bei Strom- und Gasversorgung und Störungen im internationalen Zahlungsverkehr einstellen. Wenn reihenweise Mitarbeiter ausfielen und Zukunftsangst die Konsumenten packe, sei mit erheblichen Produktionseinbussen und sinkenden Verbraucherausgaben zu rechnen.

Neben der Geflügelbranche seien bei einer Epidemie auch Tourismus, Transport, Detailhandel und Versicherungen hart getroffen.

Gekoppelt mit explodierenden Gesundheitskosten und Sozialausgaben sowie möglichen Stützungsmassnahmen für ganze Industriezweige seien verschärfte Finanznöte der Staatskassen die Folge. «Die staatliche Finanzlage würde sich deutlich verschlechtern», schreibt der IWF.

Zur Unterstützung von Ländern in Zahlungsschwierigkeiten seien die Kassen des IWF zurzeit gut gefüllt, obwohl mehrere Krisen gleichzeitig neue Zuschüsse von reichen Ländern erforderten.

(smw/sda)

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