Bundesstadtgönnt Blinden keine 100 Franken
Stadt Bern verlangt 100 Franken für Blindenhunde
publiziert: Mittwoch, 23. Mai 2001 / 16:46 Uhr

Bern - Bisher waren sie von der 100-fränkigen Hundetaxe befreit. Neu bittet die Stadt Bern auch Blinde für ihre 4-beinigen Begleiter zur Kasse. Damit steht die Bundeshauptstadt gemäss der grössten Blindenführhunde-Schule landesweit völlig alleine da.

Das neue, streng ausformulierte Gebührenreglement der Stadt Bern treibt unsoziale Blühten: Ab laufendem Jahr haben auch Halter von Blinden-, Lawinen-, Polizei- und Militärhunden die alljährliche Gebühr zu bezahlen.

Dass diese Massnahme auch Blinde, eine «vom Schicksal benachteiligte Bevölkerungsgruppe», trifft, stösst bei der Stiftung Schweizerische Schule für Blindenführhunde Allschwil BL auf Unverständnis. Sie hat deshalb bei Kurt Wasserfallen, Direktor für öffentliche Sicherheit der Stadt Bern, interveniert.

Schlechtes Beispiel

«Alle Städte und Gemeinden in der ganzen Schweiz» erliessen blinden Menschen die Hundesteuern, schreibt Bruno Kuster, Geschäftsführer der Schule, in dem Brief, wie er eine Meldung der Tageszeitung «Der Bund» vom Mittwoch bestätigte.

Damit setze ausgerechnet die Bundeshauptstadt «unseres von sozialer Tradition geprägten Landes» ein falsches Signal. Für Kuster ist die Regelung nicht nur kleinlich, sondern auch unverhältnismässig.

In der Stadt Bern sind aus der Allschwiler Schule derzeit nur gerade sieben Führhunde und zwei Junghunde (in Ausbildung) im Einsatz. Kuster hofft, dass die Stadt auf die Verordnung zurückkomme und die rot-grüne Exekutive eine mutige Haltung, geprägt «von viel politischen Gespür», an den Tag lege.

Verursacherprinzip

Beat Giraudi, Sekretär der Sicherheitsdirektion, verteidigt die Haltung der Stadt: Reglemente, die sich nach dem Verursacherprinzip richten, sollten nicht eine Flut von Ausnahmen enthalten. Zudem verursachten Hunde dem Gemeinwesen nicht eben geringe Reinigungskosten. 100 Franken pro Jahr seien ein vergleichsweise kleiner Betrag.

(kil/sda)

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