Stadtregierung verurteilt Verhalten Scherrers
publiziert: Freitag, 20. Okt 2006 / 17:06 Uhr / aktualisiert: Freitag, 20. Okt 2006 / 18:49 Uhr

Biel - Der Bieler Polizeidirektor Jürg Scherrer muss wegen seinem Biss in ein Schokolade-Minarett weiter Kritik einstecken.

Scherrer will von einer politischen Aussage nichts wissen.
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Nach den Fraktionen im Stadtparlament hat auch die Stadtregierung das Verhalten Scherrers kritisiert. Dieses sei «eines Gemeinderates und Sicherheitsdirektors unwürdig» heisst es in einer Mitteilung des Gemeinderates. Die Stadtregierung habe Scherrer an ihrer Sitzung vom Freitag ermahnt, seinem Verhalten künftig «die gebotene Zurückhaltung aufzuerlegen und dem Respekt gegenüber allen kulturellen Gemeinschaften nachzuleben».

Der Gemeinderat habe zur Kenntnis genommen, dass Scherrer diesen Entscheid des Gesamtgremiums akzeptiere. Scherrer habe erklärt, dass es nie in seiner Absicht gelegen sei, einzelne Personen oder Gemeinschaften einer Weltreligion zu beleidigen.

Ehrverletzungsklage

Scherrer hatte bereits am Mittwoch im Stadtparlament Kritik einstecken müssen. Die Grünen forderten den Gemeinderat auf, Scherrer die Verantwortung für die Fremdenpolizei zu entziehen. SP und Bürgerliche kritisierten den Polizeidirektor ebenfalls scharf.

Auslöser für die Fraktionserklärungen war Scherrers fotografisch dokumentierter Biss in ein Schokolade-Minarett nach einem öffentlichen Vortrag in Langenthal. Hinzu kam eine relativierte Entschuldigung nach einer Ehrverletzungsklage der Afrikanischen Gemeinschaft Biel.

Drei Mohrenköpfe

Zudem war die Erklärung Scherrers auf einer Internet-Seite der Freiheitspartei, die Scherrer präsidiert, mit drei «Mohrenköpfen» illustriert worden.

FPS-Präsident Scherrer hatte bei früherer Gelegenheit erklärt, er habe das Minarett, eine Torten-Dekoration, bloss kosten wollen. Dies sei in keiner Weise eine politische Aussage gewesen. Die Mohrenkopf- Illustration habe er selber entfernen lassen, nachdem er davon erfahren habe.

(ht/sda)

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