Entscheid gegen Grossraubtiere
Ständerat: Ja zur Jagd auf Wolf, Luchs und Bär
publiziert: Mittwoch, 16. Mrz 2011 / 23:09 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 17. Mrz 2011 / 08:51 Uhr
Wolf auf der Abschussliste.
Wolf auf der Abschussliste.

Bern - Im Ständerat haben sich die Waidmänner durchgesetzt. Wolf, Luchs und Bär sollen künftig abgeschossen werden dürfen, wenn sie den Jägern das Wild wegfressen. Mit 17 zu 15 Stimmen hat er drei bereits vom Nationalrat überwiesene Motionen mit diesem Begehren angenommen.

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Die Kommission hatte vorgeschlagen, den Abschuss geschützter Grossraubtiere nur dann zuzulassen, wenn sie grosse Schäden an Nutztierbeständen verursachen. Allerdings sei dies schon nach geltendem Recht möglich, sagte Kommissionssprecherin Verena Diener (glp/ZH).

Umstritten war jedoch die Forderung, dass Grossraubtiere auch geschossen werden können, wenn sie «eine angemessene jagdliche Nutzung der Wildbestände verunmöglichen», wie es in einer der Motionen heisst. Die Jäger vor Jagdeinbussen schützen wollte die Kommission Umwelt, Raumplanung und Energie jedoch nicht. «Es gibt kein Recht auf gleichbleibende Jagderträge», sagte Diener.

Leuthard hält Jägern die Stange

Unterstützt vom Bundesrat machte sich eine Minderheit jedoch für eine weitere Lockerung des Schutzes von Bär, Luchs und Wolf stark. «Es kann doch nicht sein, dass eine Tierart so viel Einfluss bekommt, dass Reh und Gämse gefährdet sind», sagte der Walliser CVP-Vertreter Imoberdorf.

Auch Umweltministerin Doris Leuthard schlug sich auf die Seite der Jäger: Der Bundesrat begrüsse zwar den hohen Schutzstatus der Grossraubtiere, sagte sie. Diese hätten aber in den letzten Jahren stark zugenommen und mit ihnen auch die Konflikte mit Landwirten und Jägern. Sie erklärte sich bereit, das Anliegen im Rahmen der internationalen Verpflichtungen in der Jagdverordnung umzusetzen.

Grossraubtiermanagement verlangt

Ebenfalls angenommen hat der Ständerat eine von der Kommission abgeänderte Motion, die Kosten für Herdenschutzhunde dem Bund aufbürden und die Haftung neu regeln wollte. Nach dem Willen der kleinen Kammer soll vorerst ein Bericht zur längerfristigen Finanzierung der Herdenschutzmassnahmen und die Haftungsfrage erarbeitet werden.

Der Ständerat verlangt vom Bundesrat auch ein langfristiges und international abgestimmtes Grossraubtiermanagement. Eine entsprechende Motion überwies er stillschweigend. Auch diese beiden Vorstösse hatte der Nationalrat bereits akzeptiert.

(ht/sda)

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Ständerat: Ja zur Jagd auf Wolf, Luchs und Bär
Dieser, über die Köpfe der Schweizerbevölkerung -und der *realen Tatsachen hinweg gefällte Entscheid, ist ein Affront der übelsten und dümmsten Sorte! Wo ist denn hier noch Demokratie zu finden, in einem solch verlogenen politischen Gebilde!
warum schmeckt es so gut?
vermute, das es auch die Gewürze sind was die Leute daran mögen. Wenn das Tier stirbt, schüttet es vor dem Tod aus Angst bestimmte Todeshormone aus und das macht auch den Geschmack, habe ich mal gelesen. Hierbei spielt keine Rolle ob es ein Wildtier ist oder ein Anderes.
Wenn Tiere sich untereinander Jagen ist es was anderes und entspricht dem natürlichen Natur-Kreislauf.

Aus purer Gewohnheit essen viele Leute Wild oder eben Fleisch. Viele sind damit aufgewachsen und ihnen ist nicht wirklich klar, das ein echtes Leben dahintersteht. Sie konsumieren nur noch.
Wäre gut, wenn jeder Konsument das Tier vorher lebend sehen würde und es selbst erlegt.
Ob es wohl dann noch so gut schmeckt?

Ich esse seit vielen Jahren kein Fleisch mehr, nicht nur wegen der Tiere, sondern auch weil ich mich seit dem viel besser fühle.
Es fehlt mir an nichts und gut würzen kann man auch andere Lebensmittel, damit sie gut schmecken. Die Beilagen schmeckten mit der Zeit immer besser.

Jeder muss es aber für sich selbst entscheiden, was er mit seiner eigenen Gesundheit macht, indem er Fleisch ist, welches den Darm auf Dauer auch belastet.
Jäger handeln nur im Eigeninteresse
Hier meinen ein paar Schiesswütige, dass sie besser geeignet sind, das natürliche Gleichgewicht in der Natur zu bewahren. Der eigentliche Grund für den Schiessbefehl auf Wolf, Luchs und Bär liegt aber auf der Hand. Dass die CVP-Vertreterin im Bundesrat diesen Schwachsinn unterstützt, überrascht mich nicht. Möglicherweise hat sie sich von ihrem jagenden Parteipräsidenten zu dieser Haltung verleiten lassen. Hegen und Pflegen findet nicht in der Natur statt sondern heisst übersetzt Networking.
schlimm
Ich habe auch einen Chef, der Jäger ist, und dieser sieht kein Problem wegen Raubtieren. Jäger und Bauern in unserer Region haben noch ein normales Verhältnis zur Natur.

Wo liegt denn also das Problem? In diesem Forum wird gejammert und geklagt, dass wir halt etwas Strom sparen sollten, dann reichen auch die alternativen Energien für uns alle. Wenn ich das richtig verstanden habe, was ich in den letzten Tagen so gelesen habe, wäre es erwünscht, wenn wir alle Ausländer, ebenfalls die Secondos, ausschaffen, damit sie in ihrem ursprünglichen Heimatland Energie brauchen.

Ich selber esse kein Wild, ich mag nur die Beilagen dazu und bestelle ein Schnitzel. Aber weshalb können wir uns denn nicht auch hier einschränken und etwas weniger Wild konsumieren. Mal ganz ehrlich, finden Sie dieses Fleisch denn so köstlich oder essen Sie nur Wild, weil die Beilagen super sind?

Den Hund soll ich jetzt auch noch bezahlen helfen... Ich gehe diesen Sommer auf eine Alp und nehme einen lieben Schäfer gleich mit nach Hause.

Und dass mir jetzt niemand schreibt, es gebe eben gute und böse Tiere. Nein, es gibt nur gute Tiere.

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