
Bern - Bei den Asylverfahren soll der Bundesrat neue Abläufe testen und dabei vom Gesetz abweichen können. Der Ständerat beharrt darauf, im Gesetz über die dringlichen Massnahmen in der Asylpolitik einen entsprechenden Artikel zu verankern.
Auch ein Teil des Ständerates wollte den Gesetzesartikel über die Testphasen streichen. Die Gesetzgebungskompetenz dürfe nicht an den Bundesrat delegiert werden, befand Stefan Engler (CVP/GR). Peter Föhn (SVP/SZ) warnte, der umstrittene Artikel könnte die gesamte Vorlage mit den dringlichen Massnahmen gefährden. Er kritisierte ausserdem, dass der Bundesrat die Idee mit den Testphasen «im allerletzten Moment» eingebracht habe.
Beschleunigung der Verfahren
Die Befürworter des Artikels betonten ihrerseits, es gehe um die von allen Seiten gewünschte Beschleunigung der Asylverfahren im Rahmen der nächsten Asylgesetzrevision. Dafür seien Tests nötig, sagte Hans Stöckli (SP/BE). Ohne von den heutigen Gesetzen abzuweichen, seien solche aber nicht möglich.
Der Ständerat sprach sich schliesslich mit 23 zu 16 Stimmen dafür aus, an dem Gesetzesartikel festzuhalten. Die Testphasen sollen nach seinem Willen höchstens drei Jahre dauern. Dies beschloss er mit 21 zu 20 Stimmen.
Neue Regeln bereits ab Samstag
Was die übrigen dringlichen Massnahmen betrifft, sind sich die Räte bereits einig geworden. Über die Dringlichkeitsklausel werden sie noch explizit befinden, wenn alle Differenzen ausgeräumt sind.
Heissen die Räte die Vorlage dann in der Schlussabstimmung vom Freitag gut, können die Änderungen rasch in Kraft treten - laut Justizministerin Simonetta Sommaruga bereits am kommenden Samstag. Ein Referendum könnte erst nachträglich ergriffen werden.
Zu den dringlichen Massnahmen gehören die Zentren für renitente Asylsuchende. Weiter haben die Räte beschlossen, dass Asylsuchende künftig während bis zu drei Jahren in Bundesbauten untergebracht werden können, ohne dass Kanton und Gemeinde zustimmen. Ausserdem werden Wehrdienstverweigerer nicht mehr als Flüchtlinge anerkannt, wobei die Einhaltung der Flüchtlingskonvention vorbehalten bleibt.
Nein zu Verschärfungen
Der Ständerat hat am Montagabend auch die Vorlage mit den nicht dringlichen Massnahmen in der Asylpolitik zu Ende beraten. Dabei sprach er sich gegen etliche der vom Nationalrat beschlossenen Verschärfungen aus.
So will er nicht, dass vorläufig Aufgenommene erst nach sieben statt wie heute nach fünf Jahren um eine Aufenthaltsbewilligung ersuchen können. Mit 30 zu 8 Stimmen lehnte er den Antrag von This Jenny (SVP/GL) ab, in diesem Punkt dem Nationalrat zu folgen.
Die Asylgesetzrevision geht nun zurück an den Nationalrat. Im Gegensatz zur Vorlage mit den dringlichen Massnahmen werden die Räte die Revision nicht mehr in der laufenden Session verabschieden.
(fest/sda)
Ein Vorschlag wäre mal was feines, aber da erwarte ich wohl zuviel von Ihnen.
Gut, Sie sind ja auch nur ein Zombie gell.
Da kann man noch so lange am Asylrecht rumschrauben, Verbesserungen werden sich damit auch zukünftig keine einstellen.
- frusti aus Kirchdorf 17
Angriff auf Geldbeutel ist einfacher als sparen War schon immer so und wird auch so bleiben. Mehr Steuern eintreiben ... gestern 16:49 - KangiLuta aus Wila 102
Raubzüge des Staates Schon vor ca. 10/15 Jahren wurde vor diesen Raubzügen durch den Staat ... Mo, 20.05.13 21:40 - KangiLuta aus Wila 102
Swastika Die Sioux-Indianer haben die Swastika ganz offiziel in ihren Gebrauchs- ... Mo, 20.05.13 21:22 - keinschaf aus Henau 1514
Plagiatsvorwurf Der Satz, mit dem Sie offenbar einig gehen, ist ein Plagiat, wie der ... Mo, 20.05.13 19:44 - jorian aus Gretzenbach 1178
Hallo Besucher! Birtane tschai lütfen! Es ist gut, dass Sie wieder hier sind. Ich ... Mo, 20.05.13 19:27 - Midas aus Dubai 3022
Beobachterstatus Sie könnten sich nie entschuldigen. Dazu fehlt Ihnen die Grösse und das ... Mo, 20.05.13 18:52 - Kassandra aus Frauenfeld 732
Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, miserere nobis. "Der Erdogan beweisst, dass meine Einstellung die richtie ist." Viel ... Mo, 20.05.13 17:34 - jorian aus Gretzenbach 1178
Theorie! Einen Arbeitsweg von bis zu zwei Stunden muss man in kauf ... Mo, 20.05.13 17:19
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