Knappes Ja
Ständerat billigt Adoption für Homosexuelle
publiziert: Mittwoch, 14. Mrz 2012 / 12:54 Uhr
Das Anliegen homosexueller Paare hat eine erste Hürde genommen.
Das Anliegen homosexueller Paare hat eine erste Hürde genommen.

Bern - Auch gleichgeschlechtliche Paare sollen Kinder adoptieren dürfen. Der Ständerat hat am Mittwoch mit 21 zu 19 Stimmen eine Motion angenommen, die dies verlangt. Im Vordergrund steht die Stiefkind-Adoption, also die Adoption von Kindern der Partnerin oder des Partners.

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Die Motion der Ständeratskommission ist zwar offen formuliert: Künftig sollen alle Erwachsenen ungeachtet ihres Zivilstandes und ihrer Lebensform ein Kind adoptieren können. Einzige Bedingung ist, dass die Adoption für das Kind die beste Lösung ist.

Die Befürworter im Ständerat machten aber deutlich, dass nicht die Adoption fremder Kinder, sondern jene von Partnerinnen und Partnern im Vordergrund steht. Mit dem Ja des Ständerates hat das Anliegen von Schwulen und Lesben eine erste Hürde genommen. Stimmt auch der Nationalrat zu, muss der Bundesrat den Räten eine Gesetzesrevision vorlegen.

Unbefriedigende Situation

Der Bundesrat lehnt eine uneingeschränkte Öffnung der Adoption für Schwulen- und Lesben-Paare ebenfalls ab. Er begründet dies mit mangelnder gesellschaftlicher Akzeptanz. Er möchte aber, dass Homosexuelle die Kinder ihrer Partner adoptieren können, wie er im Februar bekannt gab.

Die heutige Situation sei unbefriedigend, gab Justizministerin Simonetta Sommaruga am Mittwoch im Ständerat zu bedenken. Einzelne Personen könnten ein Kind adoptieren, und zwar unabhängig von ihrer sexuellen Ausrichtung. Einem Paar im Konkubinat oder in eingetragener Partnerschaft dagegen sei dies nicht möglich.

Auslöser für die Motion der Ständeratskommission war eine Petition. Diese verlangt eine Ausgestaltung des Adoptionsrechts, die im Interesse des Kindes ist und nicht vom Zivilstand und der sexuellen Orientierung der adoptionswilligen Personen und Paare abhängt.

(bg/sda)

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Endlich . . .
. . . wir sind doch nicht mehr im Mittelalter. Kinder brauchen jede Zuwendung und Betreuung die sie nur bekommen können und da dürfen doch sexuelle Vorlieben keine Rolle mehr spielen. Den Entscheid der Räte kann ich (ausnahmsweise) nachvollziehen.
dies ist widernatürlich
http://www.videoportal.sf.tv/video?id=f312a28f-9146-45e6-966f-cbd1f914... Wer hat diese Sendung gesehen? Z. T. richtig abartig, was da ans Tageslicht kam; so z.B. der Schwule, der seinen lesbischen Nachbarinnen seinen Samen spendete, damit sie Kinder kriegen konnten. Schwule und Lesben sollen zusammenleben dürfen, dagegen habe ich nichts einzuwenden. Aber dass ihnen nun auch noch erlaubt werden soll, Kinder zu adoptieren, das darf nicht sein. Am 5.5.5 haben wir der eingetragenen Partnerschaft zugestimmt. Schon damals war für mich fragwürdig, dass dieses Zusammenleben der Ehe gleichgestellt wird. Das Gesetz wurde aber bewusst so ausgearbeitet, dass die Adoption ausdrücklich verboten bleibt. Nun soll auch diese Hürde fallen? Eine typische Salami-Politik, die wir nicht goutieren sollten. http://de.wikipedia.org/wiki/Partnerschaftsgesetz
.
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