Ständerat für erneuerbare Energien
publiziert: Mittwoch, 4. Okt 2006 / 13:40 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 4. Okt 2006 / 15:39 Uhr

Flims - Im Rahmen der Strommarktliberalisierung sollen die erneuerbaren Energien gefördert werden. Der Ständerat hat die Ziele formuliert und die Massnahmen festgelegt.

Die Wasserkraft darf maximal die Hälfte der Summe der Zuschläge beanspruchen.
Die Wasserkraft darf maximal die Hälfte der Summe der Zuschläge beanspruchen.
3 Meldungen im Zusammenhang
Die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien soll bis zum Jahr 2030 um mindestens 5400 Gigawattstunden jährlich erhöht werden, wobei der grösste Teil der Zusatzproduktion auf Energien wie Solar- und Windstrom entfällt.

Eine Verschiebung des Akzents zugunsten der Wasserkraft lehnte der Rat gegen den Willen der Kommission mit 18 zu 14 Stimmen ab. Die Wasserkraftproduktion soll demnach um 1860 und nicht um 2700 Gigawattstunden erhöht werden.

Ausschlaggebend war die Sorge um die Gewässer: Es wäre völlig verfehlt, die Wasserkraft «auf dem Buckel des Gewässerschutzes» zu fördern, sagte Simmonetta Sommaruga (SP/BE). Es brauche eine Handbreit Bachwasser, damit Fauna und Flora überleben könnten, gab Eugen David (CVP/SG) zu bedenken.

Sparziel im Gesetz

Im Gegensatz zum Nationalrat will der Ständerat auch ein Sparziel in das Gesetz integrieren: Der Energieverbrauch der privaten Haushalte soll bis zum Jahr 2030 stabilisiert werden. Eine Senkung des Energieverbrauchs ging der Mehrheit selbst als Ziel zu weit.

Bei den konkreten Massnahmen steht die Einspeisevergütung im Zentrum: Erneuerbare Energien sollen mit einem Zuschlag auf den Kosten der Netznutzung gefördert werden. Dieser kann auf den Endverbraucher abgewälzt werden.

Nach dem Willen des Nationalrats soll der Zuschlag maximal 0,3 Rappen betragen. Der Ständerat hat sich mit 31 zu 4 Stimmen für 0,5 Rappen ausgesprochen. Carlo Schmid (CVP/AI) hatte ihn mit Verweis auf die angestrebten Ziele eindringlich zu diesem Entscheid aufgefordert.

Strommarktliberalisierung

Der Ständerat wird die Beratungen am Donnerstag fortsetzen. Bereits am Dienstag hatte er die zentralen Punkte der Strommarktliberalisierung diskutiert.

Die Liberalisierung soll in zwei Schritten erfolgen - zuerst für grosse Verbraucher, nach fünf Jahren für kleine. Die zweite Etappe soll nach dem Willen des Ständerates dem fakultativen Referendum unterstellt werden.

(bert/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Private Radio- und Fernsehveranstalter werden mit 30 Millionen Franken aus der Radio- und Fernsehabgabe direkt unterstützt.
Private Radio- und Fernsehveranstalter werden mit 30 ...
57.5 Millionen Franken für entgangene Werbeeinnahmen  Bern - Die Coronavirus-Pandemie trifft die Medien hart. Ihre Werbeeinnahmen sind bereits drastisch gesunken. Aufgrund der besonderen Bedeutung der Medien für die Demokratie hat das Parlament in der ausserordentlichen Session breit abgestützte Motionen überwiesen, um finanzielle Soforthilfe im Umfang von 57.5 Millionen Franken zu leisten. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. Mai 2020 zwei entsprechende Notverordnungen verabschiedet. mehr lesen 
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für ... mehr lesen   3
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Finanzhilfen für bestehende Grosswasserkraftwerke waren im ersten Massnahmenpaket zur Energiestrategie ursprünglich nicht vorgesehen.
Ständerat schwenkt auf Linie des Nationalrats  Bern - Grosswasserkraftwerke sollen Subventionen erhalten, wenn sie den Strom zu tiefen Preisen ... mehr lesen  
353 Millionen Franken für den Asylbereich  Bern - Der Nationalrat hat am Dienstag die Staatsrechnung 2015 sowie die Nachtragskredite zum laufenden Budget deutlich genehmigt. Vor allem die zusätzlichen Kosten für das Asylwesen gaben aber im Rat zu reden. mehr lesen   1
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 16°C 21°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 17°C 23°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
St. Gallen 14°C 18°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern 16°C 21°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 16°C 20°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Genf 16°C 23°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 19°C 28°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten