Volksinitiative «Jugend + Musik» wird bekämpft
Ständerat ist «Kantönligeist» wichtiger als Jugendförderung
publiziert: Mittwoch, 9. Mrz 2011 / 10:40 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 9. Mrz 2011 / 11:30 Uhr
Viele Studien weisen auf geistige und soziale Entwicklung durch Musik hin.
Viele Studien weisen auf geistige und soziale Entwicklung durch Musik hin.

Bern - Der Ständerat lehnt die Initiative «Jugend + Musik» ab. Er hat am Mittwoch beschlossen, das Volksbegehren mit einem direkten Gegenvorschlag zu bekämpfen. Anders als der Nationalrat ist die kleine Kammer nicht bereit, in die Bildungshoheit der Kantone einzugreifen.

Hauser Kommunikation: Ihr Plus in Kommunikation, Public Affairs, Public Relations, Moderation.
8 Meldungen im Zusammenhang
Dabei löste die Initiative auch im Ständerat durchaus Wohlgefallen aus. «Das Anliegen ist ein edles und sympathisches», sagte Kommissionssprecher Peter Bieri (CVP/ZG) und blieb damit unwidersprochen. Es gehe aber nicht um die Sympathien für die Initiative, sondern um deren Konsequenzen, hielt Bildungsminister Didier Burkhalter fest.

Diese sind vorwiegend föderalistischer Natur. Die Initiative will Bund und Kantone zur Förderung der musikalischen Bildung verpflichten. Zudem soll der Bund Grundsätze festlegen für den Musikunterricht an Schulen, den Zugang zum Musizieren und die Förderung musikalisch Begabter.

Einmischung unerwünscht

Der Bund würde damit in die Bildungshoheit der Kantone eingreifen, was die meisten Standesvertreter nicht akzeptieren mochten. «Sämtliche Kantone, der Bundesrat, das Bundesamt für Justiz halten fest, dass die Initiative im Widerspruch zur geltenden Bildungsverfassung steht», sagte Bieri. Diese Verfassungsartikel, die die Aufgaben zwischen Bund und Kantonen neu verteilten, sind vom Volk erst 2006 angenommen worden.

Kritisiert wurde auch, dass der Musikbildung mit der Annahme der Initiative eine Sonderstellung eingeräumt würde. Diese wäre neben dem Sport der einzige Bereich, in welchem der Bund den Kantonen Vorschriften machen würde. Das sei zwar kein verfassungsrechtliches Problem, aber eine Frage der verfassungsmässigen Opportunität, sagte Luc Recordon (Grüne/VD).

Darüber habe immer noch das Volk und nicht das Parlament, der Bundesrat oder die kantonale Erziehungsdirektorenkonferenz zu entscheiden, befand eine Minderheit. Sämtliche Kantone hatten die Initiative mit Verweis auf ihre Bildungshoheit abgelehnt. Den Gegenvorschlag wollen sie nur unter der Bedingung unterstützen, dass die Initiative zurückgezogen wird.

Davon sind die Musikverbände und Musikschulen als Initianten aber weit entfernt. Sie kritisieren vor allem dessen unverbindliche Formulierung. «Der Gegenvorschlag trägt den Anliegen der Initiative zu wenig Rechnung», sagte Christine Egerszegi (FDP /AG) als Präsidentin des Initiativkomitees.

(dyn/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
2
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 2 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Facebook Aargauer gegen Zürcher, Berner gegen Basler, St.Galler gegen Walliser: Auf «Kantönligeist» werden humorvolle Seitenhiebe in ... mehr lesen
Nicht nur schräg.
Saxophon-Unterricht an der Musikschule.
Bern - Musikbildung soll für alle zugänglich sein, unabhängig von ihrer finanziellen ... mehr lesen
Bern - Am ersten Schweizer Bildungstag hat Beat Zemp vom Lehrerdachverband Parteien und Politikern vorgeworfen, die Schulen ... mehr lesen
Weg von dem politischen Interesse wieder hin zu «echter» Bildungspolitik: Die Lehrer fordern einen Kernlehrplan.
Akrobatikgruppe bei einer Zirkusvorführung.
Bern - Der Bund wird sich in der Kinder- und Jugendförderung stärker ... mehr lesen
Bern - In der Stadt Bern sollen auch Kinder und Jugendliche aus Familien mit bescheidenen Mitteln ein Musikinstrument erlernen ... mehr lesen
Alle Kinder sollen die Möglichkeit haben, ein Instrument zu erlernen.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Im neuen Gesetz soll die Zielgruppe auf Kinder ausgedehnt werden.
Bern - Der Bund soll sich in der Kinder- und Jugendförderung mehr engagieren ... mehr lesen
Bern - Der Nationalrat empfiehlt dem Stimmvolk, die Initiative «Jugend und Musik» anzunehmen. Bund und Kantone sollen dazu ... mehr lesen
Der Nationalrat sprach sich am Dienstag mit 126 zu 57 Stimmen für das Volksbegehren aus.
Föderalismus
Föderalismus wird leider zuweilen betrieben bis zum Excess.
Es gibt Dinge die einfach zentral geregelt das Leben einfacher machen und auch weniger Kosten würden.
War absehbar
Na klar, sinnvolle Projekte wie dieses müssen verhindert werden. Es braucht mehr Geld für junge
Intensivstraftäter und ihrer Resozialisierungsprojekte. Da sollen gefälligst die jungen Menschen die vernünftigen Beschäftigungen nachgehen hinten anstehen und wenn schon denn schon ihre Beschäftigung selber zu bezahlen, oder?. Wo käme man den hin schon Geld auszugeben für junge Menschen deren Verbrechen darin bestehen nicht
im Strafregister vermerkt zu sein und einer sinnvollen Beschäftigung nachzugehen. Eine Frechheit der " Jugend und Musik " noch Geld zu
fordern.
Hauser Kommunikation: Ihr Plus in Kommunikation, Public Affairs, Public Relations, Moderation.
Wird die Vignette 30 Franken teurer?
Wird die Vignette 30 Franken teurer?
Ständeratskommission empfiehlt Erhöhung  Bern - Die Verkehrskommission des Ständerats möchte den Vignettenpreis auf 70 Franken erhöhen. Damit sollen 400 Kilometer Strasse, für die derzeit die Kantone zuständig sind, doch noch ins Nationalstrassennetz aufgenommen werden können. 1
Zug- und Autofahrten zu Stosszeiten sollen in Zukunft teurer werden Bern - Schluss mit Staus auf Schweizer Strassen und Dichtestress in Zügen: Dieses ...
Mobilität müsse weiterhin für alle Nutzer erschwinglich bleiben, sagt der Bundesrat.
Bundesrat lehnt Vorlage ab  Bern - Wenn jemand wegen einer Alkoholvergiftung notfallmässig im Spital behandelt werden muss, soll die Krankenkasse die Kosten dafür weiterhin übernehmen. Der Bundesrat lehnt eine Vorlage aus dem Parlament ab, die dies ändern will.  
Das Ziel sei die Stärkung der Eigenverantwortung.
Komatrinker sollen Spitalkosten selbst bezahlen Bern - Wer zu viel trinkt und deshalb ins Spital oder in die Ausnüchterungszelle muss, soll für die Kosten künftig selber ...
Titel Forum Teaser
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 19°C 28°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 16°C 31°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
St.Gallen 21°C 31°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 17°C 34°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 19°C 34°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 19°C 35°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 22°C 31°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten