Initiative von Erika Forster gutgeheissen
Ständeratskommission will AHV-Alter für Frauen erhöhen
publiziert: Freitag, 1. Apr 2011 / 16:55 Uhr / aktualisiert: Freitag, 1. Apr 2011 / 17:36 Uhr
Das Frauenrentenalter soll erhöht werden.
Das Frauenrentenalter soll erhöht werden.

Bern - Die Sozialkommission des Ständerats (SGK) bringt die umstrittensten Punkte der gescheiterten 11. AHV-Revision wieder ins Spiel: Das Frauenrentenalter soll erhöht werden, und bei der Anpassung der Renten an die Teuerung soll eine Schuldenbremse eingeführt werden.

5 Meldungen im Zusammenhang
Mit 8 zu 3 Stimmen bei einer Enthaltung hat die SGK sich für eine parlamentarische Initiative von Erika Forster (FDP/SG) ausgesprochen, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Forster fordert eine Anhebung des Frauenrentenalters von 64 auf 65 Jahre.

Mit 8 zu 4 Stimmen beschloss die SGK eine Kommissionsinitiative zur Anpassung der Renten an die Lohn- und Preisentwicklung. Die AHV-Renten sollen demnach nicht mehr zwingend alle zwei Jahre angepasst worden. Neu soll der Teuerungsausgleich an die finanzielle Gesundheit der AHV geknüpft werden.

«Mehrheiten für einzelne Fragen finden»

Vorgesehen ist eine Bremse für den Fall, dass der Stand des AHV-Ausgleichsfonds auf unter 70 Prozent sinken sollte. In diesem Fall soll nach dem Willen der Ständeratskommission die Teuerung nur noch ausgeglichen worden, wenn sie 4 Prozent übersteigt.

Nach der Ablehnung der 11. AHV-Revision im letzten Herbst sollte die Diskussion so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden, hält die Kommission fest. Statt die nächste grosse Revision wieder mit vielen umstrittenen Reformen zu belasten, sollte nun vielmehr versucht werden, «Mehrheiten für einzelne Fragen zu finden».

Abfederung von Frühpensionierungen

Ob sich Mehrheiten finden lassen, ist ungewiss: Die Vorstösse der Kommission betreffen die umstrittensten Punkte der 11. AHV-Revision. Wegen der geplanten Erhöhung des Frauenrentenalters und der Schuldenbremse bei der Anpassung an die Teuerung hatte der Nationalrat die Revision abgelehnt.

Mit der 11. AHV-Revision wären im Gegenzug zur Erhöhung des Frauenrentenalters Frühpensionierungen sozial abgefedert worden. Befristet auf zehn Jahre wären jährlich 400 Millionen Franken dafür eingesetzt worden. Davon profitiert hätten Personen mit einem Durchschnittseinkommen von weniger als 61'560 Franken.

Im Nationalrat stimmten SP, Grüne und die SVP gegen dieses Paket. Der Linken gingen zum einen die Lösungen für abgefederte Frühpensionierungen zu wenig weit. Zum anderen stellte sie sich gegen die Schuldenbremse beim Teuerungsausgleich. Der SVP dagegen ging die Abfederung zu weit.

(bg/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Delegierten des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds fordern eine ... mehr lesen
Bei einer vollen Ehepaarrente würde der Zuschlag 348 Franken betragen. (Symbolbild)
Bern - Der Bundesrat geht davon aus, dass die Finanzierung der AHV länger gesichert ist als bisher angenommen. Dies wegen der starken Zuwanderung und der hohen Löhne. Die bisherigen Annahmen waren zu pessimistisch. mehr lesen  2
Zürich - Das Vertrauen der ... mehr lesen
Über ein Viertel der Schweizer Bevölkerung hält die AHV laut Umfrage für nicht sicher.
Menschen werden älter und wollen häufig auch länger arbeiten.
Versicherungen Bern - Die Denkfabrik Avenir Suisse fordert, das Rentenalter «schrittchenweise» an ... mehr lesen 62
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Fluchtroute auf der Seestrecke zwischen Nordafrika ...
Erschreckende Zahlven von der UNO  Berlin - Bei Bootsunglücken im zentralen Mittelmeer sind in der zurückliegenden Woche nach UNO-Angaben wahrscheinlich mindestens 880 Flüchtlinge umgekommen - und damit weit mehr als ohnehin schon befürchtet. mehr lesen 
Amnesty International berichtet  Kabul - Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat sich wegen des Kriegs in Afghanistan in nur drei Jahren mehr als ... mehr lesen  
Afghanische Binnenflüchtlinge vegetierten unter «abscheulichen Bedingungen gerade so am Rande des Überlebens dahin». (Symbolbild)
Mit 124 zu 64 Stimmen genehmigte die grosse Kammer den Bundesbeschluss über den Nachtrag I zum Voranschlag 2016.
353 Millionen Franken für den Asylbereich  Bern - Der Nationalrat hat am Dienstag die Staatsrechnung 2015 sowie die Nachtragskredite zum ... mehr lesen  1
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 12°C 26°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 12°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 12°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern 11°C 26°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 14°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 14°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 16°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten