Stärkung für die Hausarztmedizin
publiziert: Donnerstag, 9. Nov 2006 / 13:14 Uhr

Bern - Nimmt die Zahl der Hausärzte weiter ab, gerät die medizinische Grundversorgung in der Schweiz aus dem Lot.

Pascal Couchepin will die Allgemeinmedizin wieder attraktiver machen.
Pascal Couchepin will die Allgemeinmedizin wieder attraktiver machen.
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Als Gründe für die geschwächte Stellung der Hausarztmedizin gegenüber Spezialisten nennt die Geschäftsstelle für nationale Gesundheitspolitik im Bundesamt für Gesundheit (BAG), welche die Tagung organisiert, unter anderem ungenügende Verankerung in der Ausbildung, Wirtschaftlichkeitsdenken oder strukturelle Defizite.

In der medizinischen Grundversorgung sei das «Gleichgewicht in Gefahr», begrüsste Bundesrat Pascal Couchepin die anwesenden Vertreter von Bundes- und Kantonsbehörden sowie der Ärteschaft mit einer Warnung. Das Diagnose-Monopol habe in der Schweiz noch die Ärzteschaft, doch in anderen Ländern sei es bereits gefallen.

Beruf attraktiver machen

Couchepin will die Allgemeinmedizin als Beruf wieder attraktiver machen. Ausserhalb der Zentren fehlten heute schon Nachfolger. Ziel müsse adäquate und effiziente medizinische Versorgung sein, egal wer sie gewährleiste. Wettbewerb trage auch da zu Qualität bei; Couchepin sprach sich für Vertragsfreiheit mit Versicherern aus.

Laut dem Luzerner Markus Dürr, Präsident der Konferenz der Schweizerischen Konferenz der Kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -Direktoren, weist die Schweiz verglichen mit dem OECD-Raum eine zwar insgesamt hohe Ärztedichte auf. Allgemeinmediziner gebe es aber nur 0,4 auf 1000 Einwohner gegenüber 0,8 im OECD-Durchschnitt.

Dürr verwies auf eine Arbeitsgruppe von Bund und Kantonen, die Handlungsbedarf vor allem bei der Notfallversorgung und der Finanzierung der spezifischen Weiterbildung sieht. Auf dem Tisch seien konkrete Lösungsvorschläge wie grössere Notfallrayons oder Kompensation für Einnahmenseinbussen bei Praktika in Hausarztpraxen.

(rr/sda)

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