Standardsprache und Dialekt in den Kindergärten
publiziert: Donnerstag, 11. Dez 2008 / 15:09 Uhr

Basel - In Basler Kindergärten wird künftig in Standarddeutsch und Dialekt unterrichtet. Auf die ursprünglich geplante Einführung von Hochdeutsch als Alleinsprache soll im Stadtkanton verzichtet werden - ein Erfolg für die IG Dialekt.

Auch weiterhin wird identifikationsstiftender Dialekt in Kindergärten gesprochen werden.
Auch weiterhin wird identifikationsstiftender Dialekt in Kindergärten gesprochen werden.
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Nach Meinung des Erziehungsdepartements soll es in Basel-Stadt im Gegensatz zu vielen anderen Kantonen keine Hauptsprache mit Fenstern für die andere Sprache geben. Vielmehr werden bestimmte Zeitanteile für beide Sprachen eingeführt, wie es an einer Medienkonferenz hiess.

Die Basler Schulen würden sich zum Dialekt als lebendige Umgangssprache und als wichtigen Identifikationsfaktor bekennen, sagte Erziehungsdirektor Christoph Eymann. Die Schule sei aber verpflichtet, allen - auch den fremdsprachigen - Kindern die gleiche Bildungschance zu bieten.

Deshalb soll laut Eymann Hochdeutsch schon im Kindergarten gesprochen werden. Mit dem Gebrauch von Hochdeutsch und Dialekt komme das Erziehungsdepartement der IG Dialekt entgegen, die mit einer Initiative die Förderung des Basler Dialekts in den Schulen verlangen will. Die IG wehrt sich damit gegen die ursprünglich geplante Einführung von Hochdeutsch als Alleinsprache.

In 31 Basler Kindergarten-Klassen ist seit 2006 die Akzeptanz von Standarddeutsch erprobt worden. Eine externe Evaluation ergab, dass Lehrpersonen und Eltern von Kindergartenkindern mit Standarddeutsch diese Neuerung grundsätzlich positiv bewerten.

Kritik kommt vor allem von Lehrpersonen, die nicht am Projekt teilnahmen und skeptisch blieben. Der Erziehungsrat soll im 1. Quartal 2009 die Regelung für den Gebrauch von Standarddeutsch und Dialekt im Kindergarten verabschieden. Die Einführung beginnt im nächsten Schuljahr.

(fest/sda)

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