Im Team geht vieles besser
Starkes Gruppengefühl verringert Stress
publiziert: Donnerstag, 11. Feb 2016 / 10:35 Uhr
Lange gemeinsame Geschichte sowie geteilte Erfahrungen sind nicht nötig.
Lange gemeinsame Geschichte sowie geteilte Erfahrungen sind nicht nötig.

Je mehr sich Menschen mit ihrer Gruppe identifizieren, umso weniger Stress erleben sie und umso weniger Stresshormone produziert ihr Körper.

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Das haben Psychologen der Universität Hildesheim in einer Studie mit 85 jungen Menschen herausgefunden, die sich für ein Sportstudium bewarben. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin «Personality and Social Psychology Bulletin» veröffentlicht.

«Soziale Identität» wichtig

Die Forscher begleiteten die Bewerber, die zu Beginn des Aufnahmetests in Gruppen mit je zehn Personen eingeteilt worden waren, durch den Tag und bestimmten regelmässig deren Stressniveau und Gruppenzugehörigkeitsgefühl. Fazit: Sich einer Gruppe zugehörig zu fühlen, eine gemeinsame «soziale Identität» zu haben, hilft, besser mit Belastungen fertig zu werden.

In früheren Studien wurden die Personen miteinander verglichen, die sich mehr oder weniger stark mit einer Gruppe identifizierten. Sozialpsychologe Andreas Mojzisch und sein Team haben diesen Ansatz erweitert. Die Forscher wollten auch wissen, wie sich Veränderungen des Identifikationsgefühls über die Zeit innerhalb einer Person auf das Stresserleben auswirken.

Gutes Arbeiten in Teams

Wenn im Tagesverlauf die Identifikation mit der Gruppe anstieg, verringerten sich dementsprechend das Stresserleben und der Cortisol-Level. Bemerkenswert ist, dass sich diese Effekte finden, obwohl die Gruppen ja erst am Morgen des Bewerbungstest-Tages gebildet wurden. Das heisst: Gruppen müssen nicht unbedingt auf eine lange gemeinsame Geschichte und geteilte Erfahrungen zurückblicken, um von ihrer Verbundenheit zu profitieren.

«Das Ausmass, in dem wir uns mit Gruppen identifizieren, sei es am Arbeitsplatz oder in der Freizeit, ist ein Schlüssel für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit», sagt Mojzisch und ergänzt: «Gezielte Interventionen bei der Arbeit in Teams oder bei Kindern in Schulklassen können helfen, die Gruppenzugehörigkeit zu stärken und dadurch Stress zu verringern.»

(arc/pte)

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