Starkes Nachbeben - Zahl der Toten in China steigt weiter
publiziert: Sonntag, 25. Mai 2008 / 13:30 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 25. Mai 2008 / 23:49 Uhr

Peking - Fast zwei Wochen nach dem Erdbeben mit vermutlich über 80'000 Toten ist die chinesische Provinz Sichuan von einem heftigen Nachbeben erschüttert worden. Mindestens ein Mensch wurde getötet; 400 wurden verletzt.

Ban Ki Moon besucht das Erdbebegebiet in China.
Ban Ki Moon besucht das Erdbebegebiet in China.
Erdbebenversicherung für die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein. Endlich sind Erdbebenschäden versicherbar!
8 Meldungen im Zusammenhang
Über 70'000 Häuser stürzten nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua ein; mehr als 200 000 Häuser seien einsturzgefährdet. Xinhua gab die Stärke des Bebens mit 6,4 an; das US-Institut für Geologie mit 5,8. Das Epizentrum befand sich im Bezirk Qingchuan im Nordosten Sichuans. In der Provinzhauptstadt Chengdu liefen die Menschen in Panik auf die Strasse.

Die Zahl der bestätigten Toten nach dem Erdbeben vom Pfingstmontag ist derweil auf 62 664 gestiegen. Das berichtete die Regierung nach Angaben der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua. Fast 24 000 Menschen werden noch vermisst.

Gefahr wegen Dammbrüchen

Wegen heftiger Regenfälle und Nachbeben hat sich im südwestchinesischen Erdbebengebiet die Gefahr durch Dammbrüche erhöht. Die Situation sei düster, sagte der Vizeminister für Wasserressourcen in Peking.

Starke Regenfälle in den nächsten drei Tagen seien eine grosse Bedrohung und könnten Dammbrüche und Flutwellen auslösen. Durch Erdrutsche hätten sich in Flüssen 35 Seen aufgestaut. Diese bedrohten über 700'000 Menschen.

Chemieproduktion eingestellt

Rund 1600 Soldaten marschieren zu einem der grössten dieser Seen. Mit Dynamit sollen sie Teile des gewaltigen Walles aus Felsen, Geröll und Erdmassen absprengen, um Wasser abzulassen.

Sorgen bereitet den Behörden auch Chemiefabriken, die durch das grosse Beben beschädigt wurden. Dreiviertel der über 100 Chemieanlagen hätten die Produktion eingestellt, teilte das Umweltministerium mit.

Helfer suchen weiter

Helfer suchen auch knapp zwei Wochen nach dem Erdbeben weiter nach Verschütteten. Es ist ihnen gelungen einen 80-Jährigen lebend aus den Trümmern seines Hauses zu retten.

Der teilweise gelähmte Mann sei lebendig unter einer eingestürzten Säule seines Hauses in der Stadt Mianzhu begraben gewesen, berichtete das staatliche Fernsehen. Seine Frau habe Xiao Zhihu mit Nahrung versorgt und so dessen Überleben gesichert.

(ht/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Peking - Mindestens 80 Menschen sind bei zwei Erdbeben vom Freitag in China ums Leben gekommen. Regierungschef Wen Jiabao rief die Rettungskräfte zu grössten ... mehr lesen
Regierungschef Wen Jiabao rief die Rettungskräfte zu grössten Rettungsanstrengungen auf. (Archivbild)
In China wächst die Sorge vor Umweltkatastrophen als Folge des Erdbebens.
Xiangquan - In China wächst die Sorge vor Umweltkatastrophen als Folge des Erdbebens. Zum einen steigt die Gefahr von ... mehr lesen
Peking - Bei zwei Nachbeben in China sind mehr als 420'000 Häuser eingestürzt. Nach offiziellen Angaben wurden 63 Personen ... mehr lesen
Die Nachbeben im Bezirk Qingchuan in der Provinz Sichuan hätten eine Stärke von 5,7 und 5,4 gehabt. (Archivbild)
Der Jian-Fluss dient aufgestaut der Energiegewinnung.
Peking - Nach dem Erdbeben drohen in China schwere Überschwemmungen. Mit gezielten Sprengungen sollen Stauseen vom ... mehr lesen
Peking - Knapp zwei Wochen nach dem verheerenden Erbeben in China haben Helfer einen Mann lebend aus den Trümmern seines Hauses gerettet. mehr lesen
Zwei Wochen unter Trümmern: Der Mann überlebte dank seiner Frau.
Weitere Artikel im Zusammenhang
UNO-Generalsektretär Ban Ki Moon besuchte in Yingxiu das Zentrum des Erdbebengebiets.
Peking - Knapp zwei Wochen nach dem schweren Erdbeben in China befürchtet die Regierung mehr als 80'000 Tote. Das ... mehr lesen
Peking - Aus Angst vor neuen schweren Erdbeben sind zehntausende Einwohner der Stadt Chengdu im Südwesten ... mehr lesen
Gestern gedachte die ganze Nation mit einer Schweigeminute den Opfern.
Japanische Hilfstrupps werden mittlerweile von Gruppen aus Südkorea, Singapur, Russland und Taiwan unterstützt.
Peking - Ein schweres Nachbeben ... mehr lesen
Erdbebenversicherung für die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein. Endlich sind Erdbebenschäden versicherbar!
Die U-Bahn in Tokio wurde lahmgelegt. (Archivbild)
Die U-Bahn in Tokio wurde lahmgelegt. (Archivbild)
Stärke 5,5  Tokio - Ein starkes Erdbeben hat am Montag den Grossraum Tokio erschüttert. Berichte über Schäden oder Opfer lagen zunächst nicht vor. Auch bestand keine Gefahr durch einen Tsunami, wie die Meteorologische Behörde bekanntgab. 
Ein Toter nach schwerem Erdbeben in Taiwan Tokio - Ein schweres Erdbeben hat in Taiwan einen tödlichen Brand ausgelöst. Durch das Feuer seien am Montag ...
Ein Erdbeben hat einen Brand ausgelöst. (Symbolbild)
Fluss Kali Gandaki staut  Kathmandu - Nach einem Erdrutsch sind in Nepal tausende Dorfbewohner vor einer möglichen Flutwelle eines aufgestauten Flusses geflohen. Der Erdrutsch, der den Fluss Kali Gandaki im Bezirk Myagdi aufstaute, ereignete sich in der Nacht zum Sonntag, wie Behördenvertreter sagten.  
Nepals Regierungschef will zwei Milliarden Dollar Erdbeben-Hilfe Kathmandu - Nach den schweren Erdbeben in Nepal hat der Regierungschef des ...
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3048
    "Die Flucht der Rohingya vor Verfolgung in ihrer Heimat" CNN berichtete vor einigen Tagen, dass diese Flüchtlinge ein Angebot ... So, 24.05.15 10:17
  • PMPMPM aus Wilen SZ 193
    Witzig... ...dass der Schreibende bei seiner Mobile-Nummer immer noch 8038 Zürich ... Sa, 23.05.15 19:33
  • gerdpost aus berlin 1
    Spendet an kleine Organisationen! Ganz im Ernst: das rote Kreuz ist bei Insidern schon immer für Klotzen ... Sa, 23.05.15 18:43
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3048
    Dieser... Jihadist dürfte genau so ein "Franzose" sein, wie diejenigen ... Fr, 22.05.15 14:24
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3048
    Die... Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) umfasst 57 Staaten. ... Fr, 22.05.15 09:54
  • Kassandra aus Frauenfeld 1344
    Wie bitte geht der Satz weiter, verehrter zombie? Mi, 20.05.15 23:47
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3048
    Das... Dubliner Übereinkommen verpflichtet die Mitgliedsstaaten, dass ein ... Mi, 20.05.15 10:14
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3048
    Cool bleiben! Im Gegensatz zur Wirtschaft ist der Verteilungskampf der Rocker einfach ... Di, 19.05.15 12:07
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 5°C 11°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 5°C 13°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 7°C 13°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 7°C 17°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 9°C 16°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 10°C 19°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 14°C 25°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten