Nachbeben der Stärke 7,0 erschüttert Japan
Starkes Nachbeben erschüttert Japan
publiziert: Montag, 11. Apr 2011 / 12:30 Uhr / aktualisiert: Montag, 11. Apr 2011 / 18:14 Uhr
Im Atomkraftwerk Fukushima fiel vorübergehend der Strom aus.
Im Atomkraftwerk Fukushima fiel vorübergehend der Strom aus.

Tokio - Der Nordwesten Japans kommt auch einen Monat nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami nicht zur Ruhe. Am Montag wurde die Region erneut von einem schweren Nachbeben erschüttert. Nur wenige Stunden zuvor war in Zeremonien der Opfer der Naturkatastrophe vor genau einem Monat gedacht worden.

9 Meldungen im Zusammenhang
Es war das zweite grössere Nachbeben innerhalb von weniger als einer Woche. Laut japanischer Meteorologiebehörde hatte das Beben eine Stärke von 7,0. In der Hauptstadt Tokio gerieten Häuser stark ins Schwanken.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Kyodo wurde ein Mensch getötet. Der Fernsehsender NHK berichtete von mindestens zehn Verletzten.

Die Behörden warnten zunächst vor einer einen Meter hohen Tsunamiwelle. Die Warnung wurde nach etwa einer Stunde aber wieder aufgehoben. Das Zentrum des Bebens lag in der Präfektur Fukushima, wo auch das havarierte Atomkraftwerk steht, etwa 160 Kilometer nördlich von Tokio.

Stromausfall im Atomkraftwerk

Im Atomkraftwerk Fukushima fiel nach dem Beben vorübergehend der Strom aus. Die Kühlung der kritischen Reaktoren 1 bis 3 fiel für 50 Minuten aus. Die Versorgung konnte jedoch rasch wieder hergestellt werden, wie der Betreiber mitteilte.

Durch das Beben verzögerte sich auch das Abpumpen radioaktiv verseuchten Wassers aus der Anlage. Zudem wurde das Einleiten von Stickstoff zur Verhinderung von Wasserstoffexplosionen gestoppt. Die Sicherheitslage habe sich insgesamt aber nicht verändert, erklärte die japanische Atomaufsichtsbehörde (NISA).

Evakuierungszone ausgeweitet

Noch vor dem erneuten Beben hatte die Regierung am Montag die Menschen auch zehn Kilometer ausserhalb der Evakuierungszone aufgefordert, ihre Häuser innerhalb eines Monats zu verlassen. «Das ist keine Notfallmassnahme», versicherte Regierungssprecher Yukio Edano. Man hätte sich dazu aufgrund der Gefahr langfristiger Gesundheitsschäden geeinigt.

Vor diesem Schritt hatte die Regierung sich lange Zeit gescheut - obwohl die Internationale Atomenergiebehörde IAEA und auch Greenpeace das schon vor Wochen gefordert hatten. Bisher wurde nur eine Zone im 20-Kilometer-Radius um das Atomkraftwerk evakuiert.

(fest/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Tokio - Japan ist erneut von einem ... mehr lesen
Und wieder hat ein schweres Erdbeben Japan heimgesucht.
Tokio - Der Strom radioaktiv verseuchten Wassers in den Pazifik belastet Japans Beziehungen zu seinen Nachbarn. Aussenminister Takeaki Matsumoto gab am Mittwoch zu, dass Japan erst nach Beginn der Einleitung die Botschaften der Pazifik-Anrainerstaaten informiert habe. mehr lesen 
Tokio - Die japanische Regierung ... mehr lesen 7
Reparaturarbeiten im AKW Fukushima.
In den Kinderbetreuungszentren erleben die Kinder wieder ein Stück Normalität.
World Vision Vor vier Wochen verwüsteten das ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Tokio - Die anhaltende Unsicherheit ... mehr lesen
Der Nikkei-Index ging mit einem Minus von 1,7 Prozent aus dem Handel.
Beim Erdbeben und Tsunami in Japan wurden bis zu 25'000 Menschen getötet.
Tokio - Mit einer Schweigeminute ... mehr lesen
Arbeiter bei Fukushima: Stahlwände sollen den Pazifik schützen.
Atlanta - Am zerstörten Atomkraftwerk Fukushima 1 will der Betreiber Tepco mit Stahlwänden eine schlimmere Verseuchung des Pazifiks verhindern. Arbeiter begannen am Samstag, die Barrieren an ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die örtliche Verwaltung in der Region kämpft mit grossen ...
Mehr als 100'000 Überlebende in Notunterkünften  Kumamoto - Nach der Erdbebenserie in Japan mit mindestens 42 Toten herrscht in den Notaufnahmelagern weiter Mangel an Lebensmitteln. Am Montag harrten noch immer mehr als 100'000 Überlebende in Notunterkünften aus, wie örtliche Medien berichteten. mehr lesen 
Mehr als 40 Tote  Kumamoto - Nach heftigen Erdbeben im Südwesten Japans ist die Gesamtzahl der getöteten Personen auf mindestens 41 angestiegen. Rund ... mehr lesen  
Chinas Aktivitäten sollen besser beobachtet werden.
Inselstreit im Ostchinesischen Meer  Tokio - Japans Militär hat in der Nähe umstrittener Inseln im Ostchinesischen Meer eine Radarstation in Betrieb genommen. Eine auf der japanischen Insel Yonaguni stationierte ... mehr lesen  
Tsunami-Katastrophe jährt sich  Fukushima - Mit einer Schweigeminute hat Japan der Opfer der von einem Erdbeben ausgelösten Mehrfachkatastrophe von Fukushima vor fünf Jahren gedacht. Kaiser Akihito, Kaiserin Michiko und Regierungschef Shinzo Abe nahmen an einer Zeremonie in Tokio teil und beugten ihre Köpfe. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich -1°C 6°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Basel -1°C 8°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 1°C 6°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Bern -2°C 6°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Luzern -1°C 6°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Genf 1°C 7°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Lugano 0°C 8°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten