Stars fehlen an SM
publiziert: Freitag, 1. Jul 2005 / 10:07 Uhr

Ein Septett der zweiten Garde will sich an den Schweizer Leichtathletik-Meisterschaften vom Wochenende in Bern für die WM in Helsinki empfehlen.

André Bucher verzichtet auf einen Start.
André Bucher verzichtet auf einen Start.
Die erste Garnitur hingegen ist entweder nicht am Start, vom Limitendruck befreit oder legt den Schwerpunkt auf die kommenden Wochen. Obwohl die neue Verbandsführung die Teilnahme an den Schweizer Meisterschaften zwecks Attraktivitätssteigerung im Selektionskonzept festgeschrieben hat, bietet der zweitägige Anlass im Leichtathletik-Stadion Wankdorf nicht die bestmögliche nationale Qualität und Spannung.

Im Fall von André Bucher zeigt sich, weshalb der Termin der Meisterschaften künftig auf Ende Juli verschoben werden soll. Die Titelkämpfe sind für ihn eingeklemmt zwischen dem Golden-League-Auftakt am Freitag in Paris und der Athletissima am Dienstag in Lausanne. Der Schweizer Top-Athlet wurde vernünftigerweise dispensiert. Christian Belz, der ursprünglich auch in Paris starten wollte, läuft in Bern nun immerhin über 1500 m gegen die nationale Spitze.

Hoffen auf einen Exploit

Nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sind 400-m-Hürdenläufer Cédric El-Idrissi, dessen Start nach einer vor zwei Wochen erlittenen Oberschenkelzerrung eher unwahrscheinlich scheint, sowie Anita Brägger, die über 400 m antreten wird. Hochspringer Martin Stauffer muss nach einer langwierigen Adduktoren-Verletzung den Saisoneinstieg erneut hinauszögern, und sein Kontrahent Michael Isler kam auch nicht beschwerdefrei durch die erste Saisonhälfte. Hürdensprinter Ivan Bitzi verschiebt den Angriff auf die WM-Limite auf die Athletissima.

Möglicherweise trumpfen jedoch die designierten WM-Teilnehmer ohne die Last des Limitendrucks gross auf. Den Schweizer Rekord anpeilen können Speerwerfer Stefan Müller (79,94 von Rudolf Steiner 1989), Hochspringerin Corinne Müller (1,95 von Sieglinde Cadusch 1995), Nadine Rohr mit dem Stab (Rohr 4,30 2004) oder Hammerwerfer Patric Suter (Suter 80,51 2003).

Knappe Entscheidungen erwartet

Unverhofft könnten auch die Vertreter des erweiteren WM-Kandidatenkreises mit einem Exploit die Limite knacken und so in den Mittelpunkt gelangen. Über 100 m nehmen Markus Lüthi (TV Wohlen) und Andreas Baumann (LC Zürich) an den 10,28 Sekunden Mass. 20,75 müssten von den Bernern Marc Schneeberger und Marc Niederhäuser über 200 m erreicht werden. Mit 46,23 Sekunden deutete 400-m-Läufer Pierre Lavanchy (Lausanne Sports) sein Potenzial an. Vom Romand werden 45,95 Sekunden verlangt. Im Stabhochsprung müsste Olivier Frey (OB Basel) seine persönliche Bestleistung um zehn Zentimeter auf 5,60 steigern.

Knappe Entscheidungen werden in den Sprintfinals erwartet. Im 100-m-Lauf der Männer könnte der Genfer Cédric Nabe als lachender Dritter aus dem Duell zwischen Lüthi und Baumann hervorgehen. Im Frauenrennen löst möglicherweise Fabienne Weyermann Altmeisterin Martina Feusi ab. Die 20-jährige Langenthalerin führt in der Saisonbestliste in 11,82 Sekunden drei Hunderstel vor der LCZ-Athletin.

Mit Interesse wird auch der Auftritt von Weitsprung-Rekordhalter Julien Fivaz (8,27 m) verfolgt. Der Athlet aus La Chaux-de-Fonds gab unlängst nach fast zweijähriger Verletzungspause mit 7,68 m ein ansprechendes Comeback. Ein Schweizer Rekord -- allerdings auf international bescheidenem Niveau -- dürfte im Speerwurf der Frauen fallen. Catherine Manigley (BTV Aarau) hat in den letzten Monaten den Rekord etappenweise auf 52,68 m gesteigert.

(rp/Si)

 
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