Baikonur in Kasachstan
Start der europäischen Mars-Mission geglückt
publiziert: Montag, 14. Mrz 2016 / 11:31 Uhr / aktualisiert: Montag, 14. Mrz 2016 / 12:10 Uhr

Baikonur - Die Europäische Raumfahrtagentur ESA und ihr russischer Partner Roskosmos haben erfolgreich die ExoMars-Mission gestartet. Die Proton-M-Rakete hob am Montag von Baikonur in Kasachstan ab und erreichte nach etwa zehn Minuten planmässig den Erdorbit.

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Die Proton-M-Rakete brachte einen Forschungssatelliten und ein Testlandemodul ins All. Die ersten drei Stufen der Trägerrakete wurden innerhalb weniger Minuten erfolgreich abgestossen, wie die Leitzentrale mitteilte. Die vierte und letzte Antriebsstufe sollte am Montagabend abgetrennt werden, bevor die Sonde ihre Solarmodule ausklappt und eigenständig Kurs auf den Roten Planeten nimmt.

Der Start galt als eine erste schwierige Hürde auf dem siebenmonatigen Flug zum Mars. Die Darmstädter Kontrolleure erwarten um 22.29 Uhr Schweizer Zeit das «erste Lebenszeichen des Satelliten», sagte Jamie Salt, der mit dem Team im Vorfeld trainiert hatte. Die Mannschaft bestehe im Kern aus etwa 40 Flugexperten, sagte er.

«Unglaubliches Erlebnis»

Mit an Bord der Sonde ist auch die Berner Kamera «CaSSIS». Projektleiter Nicolas Thomas von der Universität Bern wohnte dem Raketenstart in Baikonur bei: «Ein unglaubliches Erlebnis! Sie können sich nicht vorstellen, was für ein Lärm das war», sagte Thomas gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

«Wir haben unsere Kamera vielen Tests unterzogen, ob sie den Vibrationen beim Start standhält. Jetzt weiss ich, warum», so Thomas weiter. Die Kamera wurde in Rekordzeit gebaut, während 23 Monaten anstatt der sonst für solche Projekte üblichen 38 Monate. «Wir haben getan, was wir konnten, und die Vibrationskräfte getestet, die uns gesagt wurden.»

Ob die Kamera den Start überstanden hat und voll funktionstüchtig ist, werden Thomas und sein Team erst Mitte April wissen, wenn sie das Instrument erstmals aktivieren und mit der Kalibrierung beginnen.

Mitte Oktober sollen die Instrumente den Mars erreichen. In einer zweiten Etappe wird voraussichtlich 2018 ein Rover zum Nachbarplaneten der Erde starten.

(cam/sda)

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«Rover Opportunity» der NASA der USA fährt seit 2004 auf dem Mars herum
Die europäisch-russische Misson «ExoMars-2 ist zum roten Planeten gestartet. Der Mars ist 157 bis 1120-mal weiter von der Erde entfernt als der Mond. Es wird bis zum Oktober gehen bis ExoMars den Mars erreicht. Hätte es auf der Erde nicht genügend Aufgaben die auf der Erde zu lösen wären? Man könnte auf unserer Mutter Erde dafür sorgen, dass niemand mehr hungert und verhungert. Aber bleiben wir doch beim Mars und bei Lady Gaga, da bewegen Journalisten sich auf einem unverfänglicheren Boden, das wissen sie.

Zudem: Die amerikanische Weltraumbehörde NASA hat schon längst den «Rover Opportunity» auf dem Mars. Mit der Kraft einer Solarzelle fährt das Vehikel seit über zehn Jahren auf dem Mars herum und übermittelt sogar Bilder zur Erde. Seit dem 25. Januar 2004 ist der US-Rover auf dem Mars. Am 29. Februar 2016 und am 14. März 2016 funktionierte der Rover immer noch, wie auf der Website der US-Weltraumbehörde NASA zu sehen ist: (http://mars.nasa.gov/mer/mission/tm-opportunity/index.html)

Es gibt Leute die sich fragen, ob es mit der Leistung einer kleinen Solarzelle überhaupt möglich ist auf dem Mars herumzufahren, mit einem Gerät das 70 Kilogramm schwer ist. Auch die Batterie von «Rover Opportunity» muss Temperaturschwankungen bis zu 100 Grad während Jahren aushalten. (1)

Was meinen eigentlich Elektrotechniker und Funktechniker zu diesen Fragen? Ein 70 Kilogramm schweres Gerät fährt auf dem Mars herum mit der Leistung einer Solarzelle und übermittelt Daten während Jahren zur Erde? Zudem ist es auf dem Mars oft eisig kalt (minus 55 Grad) und dann wieder heiss (plus 35 Grad). Halten das Lithium-Ionen-Batterien während Jahren aus? Die Batterie der Exo Marssonde die demnächst auf dem Mars landen soll, wird schon in einigen Tagen erschöpft sein, und damit soll die Mission der ExoMars Sonde auf dem Mars zu Ende sein, ist zu lesen. Nur die Muttersonde die um den Mars kreist wird noch in Betrieb bleiben, wenn die Expedition gelingt.

(1) Siehe: Gerard Wisnewski «verheimlicht, vertuscht vergessen, Was 2015 nicht in der Zeitung stand», im Kapitel über die Marsexpedition.
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