Start in die NHL-Saison 2007/08 mit vier Schweizern
publiziert: Mittwoch, 3. Okt 2007 / 08:54 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 3. Okt 2007 / 13:31 Uhr

Vier Tage nach dem Prolog in London wird die neue NHL-Saison in der Nacht auf Donnerstag auch in Übersee lanciert. In den aktuellen Kaderlisten der 30 Teams figurieren vier Schweizer.

Martin Gerber blieb den Ottawa Senators treu.
Martin Gerber blieb den Ottawa Senators treu.
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Drei davon sind Torhüter: Martin Gerber blieb den Ottawa Senators treu, David Aebischer wechselte innerhalb der Liga von den Montreal Canadiens zu den Phoenix Coyotes und Jonas Hiller startet mit den Anaheim Ducks in seiner erste NHL-Saison. Verteidiger Mark Streit (Montreal Canadians) stehen Wochen der Bestätigung bevor.

Hiller beim Titelverteidiger

Nur vier Monate sind vergangen, seit die Anaheim Ducks mit 4:1-Siegen im Playoff-Final gegen Ottawa zum ersten Mal die Stanley-Cup-Trophäe gewannen. Im Team von Headcoach Randy Carlyle, das nun gejagt wird, kündigt sich ein Umbruch an.

Der finnische Topskorer Teemu Selänne und der exzellente Passgeber Scott Niedermayer denken an Rücktritt, von den Detroit Red Wings übernahmen die Kalifornier die beiden Routiniers Todd Bertuzzi und Mathieu Schneider und last but not least wechselte der Schweizer Internationale Jonas Hiller in der Sommerpause nach Anaheim.

Der 25-jährige Appenzeller, der mit Davos dreimal den Schweizer Meistertitel gewann, kämpft mit dem derzeit verletzten Kanadier Jean-Sébastien Giguere und dem Russen Ilja Brysgalow um die Nummer 1.

Hiller hinterliess in der Saisonvorbereitung und im Prolog in London, als er im zweiten Duell mit den Los Angeles Kings (4:1) 22 Schüsse parierte, einen starken Eindruck. Trotzdem gilt langfristig Giguere als klarer Favorit auf den Stammplatz.

Schwierig präsentiert sich die Situation auch für Martin Gerber (33). Der Emmentaler, der sich seit seiner Zeit bei den Carolina Hurricanes Stanley-Cup-Sieger nennen darf, muss stets brillieren um Einsatzchancen zu erhalten. Sein Konkurrent Ray Emery ist Publikumsliebling in Ottawa.

Der 25-jährige Kanadier hatte massgeblichen Anteil am Einzug in den diesjährigen Playoff-Final. Bis sich Emery von seiner Handgelenk-Operation erholt hat, dürfte Gerber aber gesetzt sein. Die «Sens» bauen auch in dieser Saison auf den Traumsturm mit Dany Heatley (ex SC Bern), Jason Spezza und Captain Daniel Alfredsson.

Aebischer und «The Great One»

Ob David Aebischer bei Aussenseiter Phoenix Möglichkeiten erhält sich auszuzeichnen, darüber entscheidet mitunter «The Great One». Wayne Gretzky, als Spieler eine lebende Legende, steht seit August 2005 bei den Coyotes an der Bande. In der jüngeren Vergangenheit lief es Aebischer nicht nach Wunsch. Nach seinem Transfer von Colorado nach Montreal gab es nie ein Vorbeikommen am ehemaligen Lugano-Hüter Cristobal Huet.

Am Ende seines Engagements fiel der Freiburger letzten Winter in der Hierarchie gar hinter den aufstrebenden Slowaken Jaroslav Halak (22) zurück, so dass er einige Partien von der Tribüne aus mitverfolgen musste. Ein harter Schlag für Aebischer, der 2001 als Back-up-Goalie von Patrick Roy den Stanley-Cup-Triumph feierte. Aebischers neue Kontrahenten in Phoenix heissen Mikael Tellkvist und Alex Auld.

Relativ komfortabel sieht die Lage für Mark Streit aus. Der 29-jährige Berner erzielte in der besten Liga der Welt in 124 Spielen 12 Tore und 35 Assists und verschaffte sich dank seiner Vielseitigkeit Respekt. Streit dürfte diese Saison in Montreal öfters auf seiner bevorzugten Position in der Verteidigung zum Einsatz kommen. Er soll mithelfen, in der eishockeyverrückten Stadt Erinnerungen an das Jahr 1993 zu wecken. Damals gewann Montreal als letzte kanadische Mannschaft den Stanley Cup.

Lichtgestalten und Greenhorns

Kandidaten für den kommenden Titel gibt es viele. Hoch gehandelt werden nebst Ottawa die San Jose Sharks mit dem Ex-Davoser Joe Thornton, die Detroit Red Wings mit dem nimmermüden «Hexer» Dominik Hasek und die New York Rangers, die auf dem Transfermarkt ordentlich zugelangt haben. Im Madison Square Garden zaubern neu die begnadeten Sturm-Genies Chris Drury und Scott Gomez.

Nicht alle Schweizer, die sich die NHL zum Ziel gesetzt hatten, fanden im Eishockey-Paradies Unterschlupf. Während sich die Goalies Daniel Manzato und Tobias Stephan, der Verteidiger Tim Ramholt und der Stürmer Juraj Simek in der AHL zu gedulden haben, trat Patrick Fischer den Rückzug in seine Heimat an. Der 32-jährige Zuger musste in Phoenix jüngeren Akteuren Platz machen.

Die Schweizer Spieler in der NHL und AHL:

NHL: David Aebischer 29 Torhüter Phoenix Coyotes Martin Gerber 33 Torhüter Ottawa Senators Jonas Hiller 25 Torhüter Anaheim Ducks Mark Streit 29 Verteidiger Montreal Canadians

AHL: Daniel Manzato 23 Torhüter Albany River Rats (Farmteam von Carolina) Tobias Stephan 23 Torhüter Iowa Stars (Dallas) Tim Ramholt 22 Verteidiger Quad City Flames (Calgary) Juraj Simek 20 Stürmer Manitoba Moose (Vancouver).

(Marco Ackermann/Si)

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