Start zu Sechser-Gesprächen über Nordkorea
publiziert: Mittwoch, 27. Aug 2003 / 08:14 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 27. Aug 2003 / 13:47 Uhr

Peking - In Peking haben am Mittwoch die Sechser-Gespräche zur Lösung der nordkoreanischen Atomkrise begonnen. Neben China bemühen sich Diplomaten aus den USA, Südkorea, Russland und Japan darum, Pjöngjang zu einem Ausstieg aus seinem Atomprogramm bewegen.

Nordkorea darf keine Atomwaffen besitzen.
Nordkorea darf keine Atomwaffen besitzen.
Zum Auftakt der dreitägigen Gespräche sollten die Delegationen ihre jeweiligen Positionen darlegen. Die fünf Staaten stellen Nordkorea als Gegenleistung für einen Verzicht auf das Atomprogramm Sicherheitsgarantien in Aussicht, ausserdem Wirtschaftshilfen für das verarmte, isolierte Land.

Es wird erwartet, dass Nordkorea erneut einen formellen Nichtangriffspakt mit den USA, eine Normalisierung der Beziehungen und ein Ende der Sanktionen fordern wird. Die USA wiederum erwarten eine Zusage von Nordkorea, dass es prinzipiell zu einer Einstellung seines wieder aufgenommenen Atomprogramms bereit ist.

Chinas Delegationschef Wang Yi sagte, die Gespräche demonstrierten den politischen Willen, durch Dialog friedliche Wege zur Lösung der Atomfrage zu suchen. Auch China, das seinem Nachbarland Nordkorea traditionell freundlich gesonnen ist, will auf der koreanische Halbinsel keine Atomwaffen sehen.

Bei einem Abendessen auf Einladung von Vizeaussenminister Wang Yi am Dienstag waren alle Beteiligten zu einem ersten informellen Treffen zusammengekommen.

Japanische Diplomaten beschrieben die Atmosphäre als freundlich. Es habe jedoch keine inhaltlichen Diskussionen gegeben. Diplomaten berichteten, US-Delegationsleiter James Kelly habe bilaterale Gespräche mit der chinesischen und russischen Delegation sowie gemeinsame Gespräche mit den Japanern und Südkoreanern geführt.

Der Konflikt hatte im Oktober 2002 begonnen, als Nordkorea nach US-Angaben eingeräumt hat, ein geheimes Atomprogramm zu verfolgen. Das bedeutete einen Verstoss gegen das Rahmenabkommen von 1994, das ein Einfrieren des Atomprogramms im Gegenzug für die Lieferung von zwei Leichtwasserreaktoren vorsah.

(fest/sda)

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