Datensupergau
StartMail - Für den NSA gehen im Mailverkehr die Lichter aus
publiziert: Mittwoch, 6. Nov 2013 / 10:35 Uhr
Beginn der öffentlichen Betatests für sicheren Mailverkehr. (Symbolbild)
Beginn der öffentlichen Betatests für sicheren Mailverkehr. (Symbolbild)

Zeist/Wien/Berlin - Die letzten Monate waren ein Datensupergau. Täglich weitet sich der grösste Spionageskandal aller Zeiten aus. Täglich neue Meldungen über weltweite Datenzugriffe durch US- und UK-Geheimdienste.

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Sogar Netzwerke wie TOR oder die deutsche Bundeskanzlerin zählen zu den jüngsten Opfern der amerikanischen Paranoia. SSL-Verschlüsselungsmethoden alten Standards sind nicht mehr sicher, und Mails waren es eigentlich nie. Da passt es ins Bild, dass im November die Public Betatests von StartMail beginnen. 50'000 User aus der ganzen Welt testen die sicherste Mailbox der Welt. Der endgültige Launch soll im ersten Halbjahr 2014 stattfinden.

Edward Snowden deckte einen der grössten Spionageskandale aller Zeiten auf. Dabei werden von der USA in scheinbarer Harmonie mit UK nicht nur Regierungsstellen von «befreundeten Staaten», sondern deren gesamte Bevölkerung per se ausspioniert. Dabei werden beliebte US-Dienstleister wie Google, Facebook, Yahoo usw. genutzt, die über weitreichende Daten bis hin zu kompletten Benutzerprofilen verfügen, die nun in Bunkern der NSA langfristig gespeichert werden.

In Europa regt sich Unmut

In Europa regt sich nach dem Bekanntwerden der Spionageaktivitäten gegen Angela Merkel endlich Unmut. So wird zum Beispiel ständig die gemeinsame neue EU-Datenschutzverordnung angeführt, die es Unternehmen künftig bei Strafe untersagt, Daten an Geheimdienste weiterzugeben. Allerdings war Spionage oder die Weitergabe von Daten auch bisher keineswegs erlaubt oder straffrei.

«Die gegenwärtige Situation ist unmöglich. Versuchten uns unsere Regierungsvertreter den steigenden Überwachungswahn als notwendig gegen Kriminalität und Terrorismus zu verkaufen, werden sie nun selbst Opfer ihrer eigenen Speicherwut», so Robert Beens, CEO von StartMail. Es sieht also danach aus, dass wir uns nur selbst schützen können, wobei 100% im Datenzeitalter kaum erreichbar sind. Aber wir wären technisch durchaus in der Lage uns selbst zu schützen und den Zugriff auf ganz persönliche Daten zumindest erheblich zu erschweren. Schwerpunkt hierbei sollte die Verhinderung von Massendatenspeicherung durch wen auch immer sein.

Diskreteste Mailbox der Welt

StartMail beste Lösung für Mailverkehr Die Softwareschmiede StartMail B.V in Zeist bringt 2014 die diskreteste Mailbox der Welt auf den Markt. Erfinder des Mailservice sind Pioniere der Privatsphäre im Internet, die sich bereits mit den diskretesten Suchmaschinen Ixquick.com und Startpage.com einen Namen machten. Wie schon bei den Suchmaschinen wird es keinerlei Speicherung persönlicher Daten geben.

Der gesamte Mailverkehr wird unter Verwendung der neuen und sicheren TLS-1.1- und 1.2-Protokolle SSL/TLS-verschlüsselt und durch Verwendung von Perfect Forward Secrecy (PFS) zusätzlich abgesichert. Die Server befinden sich in Europa. StartMail wird auch sonst keinerlei Anbindung an Auslandsdienste haben. Auch die Vorratsdatenspeicherung greift hier nicht. Der Support weltweit wird in Europa eingerichtet, da das Vertrauensverhältnis zu US-Dienstleistern vollständig zerstört ist.

Spezielle Verschlüsselung für PC-Neulinge Zusätzlich kann man seinen Mailverkehr natürlich mit PGP verschlüsseln. Und da die Einrichtung für die meisten NutzerInnen ein fast unlösbares technisches Problem darstellt, schafft StartMail hier Abhilfe. Besitzen nämlich beide Seiten des Mailverkehrs eine StartMail-Adresse, dann benötigen die Probanden keinerlei technische Kenntnisse. PGP auf Knopfdruck sozusagen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Mail mittels Passwortphrase zu schützen. Auch diese Methode bedarf keinerlei Kenntnisse und ist auch beim Versand an andere Maildienste anwendbar.

Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit im Fokus

«Wir denken, wir haben an alles gedacht. Bei der Planung standen für uns die Sicherheit und die Benutzerfreundlichkeit im Fokus. Es wird Zeit, zumindest in der Kommunikation der uferlosen Datenspeicherung Einhalt zu gebieten. Der Mailverkehr muss sicher werden. Und dazu möchten wir unseren Beitrag leisten», so Alex van Eesteren, Leiter der Unternehmenskommunikation.

StartMail wird absolut werbefrei sein und keinerlei Daten speichern oder gar weitergeben. Die Finanzierung wird durch einen geringen Jahresbeitrag der NutzerInnen gewährleistet. Diese müssen dann selbst entscheiden, ob sie ihre Mailbox mit der Privatsphäre oder ein paar Euro pro Monat bezahlen. Kostenfreie Mailingdienste gibt es nämlich nicht.

 

 

(tafi/pte)

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