Startschuss für Impfungen gegen Gebärmutterhalskrebs
publiziert: Montag, 15. Sep 2008 / 13:04 Uhr / aktualisiert: Montag, 15. Sep 2008 / 19:33 Uhr

Bern - Gegenwärtig laufen die kantonalen Impfprogramme gegen Gebärmutterhalskrebs an. Sie werden organisiert, damit die Krankenversicherungen die Kosten für die Impfung übernehmen und damit sicher gestellt wird, dass alle Mädchen ab 11 Jahren Zugang zur Impfung erhalten.

Es handelt sich um die teuerste Impfung, die je auf den Markt gekommen ist.
Es handelt sich um die teuerste Impfung, die je auf den Markt gekommen ist.
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Eine hohe Durchimpfung gegen humane Papillomaviren (HPV), die Gebärmutterhalskrebs verursachen, verhindere jedes Jahr rund 160 Fälle von Gebärmutterhalskrebs und 50 Todesfälle sowie rund 2000 chirurgische Eingriffe wegen Krebsvorstufen, teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mit.

Die kantonale Umsetzung des Impfprogramms diene dazu, die Bedingungen für eine Kostenübernahme durch die obligatorische Krankenversicherung zu erfüllen. Die Grundimpfung empfehle sich für alle Mädchen im Alter von 11 bis 14 Jahren. Für einen dauerhaften Schutz gegen Gebärmutterhalskrebs seien drei Injektionen innerhalb von sechs Monaten notwendig.

Zwar handle es sich um die teuerste Impfung, die je auf den Markt gekommen ist, aber sie schütze vor den zwei häufigsten Virentypen, erklärte BAG-Direktor Thomas Zeltner vor den Medien in Bern. Offiziell betrage der Impfschutz schätzungsweise fünf Jahre, könnte aber, wie bei anderen Impfungen, bis 10 Jahre dauern. Eine Auffrischimpfung werde also notwendig sein.

Kosten: 237 Franken

Eine Impfdosis koste auf dem Markt 237 Franken. Für das Impfprogramm habe jedoch mit dem Hersteller ein Spezialpreis von 140 Franken pro Impfdosis ausgehandelt werden können, erklärte die Tessiner Gesundheitsdirektorin Patrizia Pesenti. Die Krankenkassen würden demnach in den drei Einführungsjahren mit Kosten von 100 bis 120 Millionen Franken belastet werden - danach mit rund 15 Millionen Franken jährlich.

Kritisiert wird das Impfprogramm unter anderem durch die im Forum Praxispädiatrie (FPP) organisierten Kinder- und Jugendärzte in der Schweiz. Die Sammlung der Patientendaten für zentrale Impfregister verletze die Privatsphäre der geimpften jungen Frauen und den Datenschutz massiv, teilte das FPPmit.

In der Schweiz ist Gebärmutterhalskrebs bei Frauen unter 50 Jahren die vierthäufigste Krebsart, teilt das BAG weiter mit.

(tri/sda)

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