Steffisburg-Explosion: Es war Selbstmord
publiziert: Freitag, 18. Jul 2003 / 18:07 Uhr

Steffisburg BE - Die Ursache des schweren Explosionsunglücks vom Samstag in Steffisburg ist geklärt: Eines der Opfer, ein 37-jähriger Mann, wollte sich und seinem dreijährigen Sohn mit Gas das Leben nehmen.

ImBlut der Opfer wurde Gas gefunden.
ImBlut der Opfer wurde Gas gefunden.
1 Meldung im Zusammenhang
Im Blut der beiden wurden Rückstände von Propangas festgestellt, wie die zuständige Untersuchungsrichterin Barbara Baumgartner an einer Medienkonferenz in Steffisburg sagte. Im Blut des dritten Opfers fanden sich keine Unregelmässigkeiten.

Der Mann hat nach heutigem Erkenntnisstand die Ventile von drei 10,5-kg-Propanflaschen geöffnet. Als sich in der Wohnung im ersten Stock eine genügende Menge an zündfähigem Gas-/Luftgemisch befand, hat eine unbekannte Zündquelle zur Explosion geführt. Die drei Gasflaschen wurden leer sichergestellt, wie Baumgartner ausführte.

Sowohl Vater und Sohn, wie auch das dritte Opfer, welches sich im zweiten Stock befand, hatten zum Zeitpunkt der Explosion noch gelebt. Sie starben an den Folgen der Explosion.

Die Untersuchungsbehörden gehen davon aus, dass das Motiv für das Familiendrama in den persönlichen Lebensproblemen des Mannes zu suchen ist.

Der getrennt von seiner Ehefrau lebende Vater wollte am vergangenen Samstag den dritten Geburtstag mit seinem Sohn feiern. Am Abend hätte er den Sprössling wieder bei der Mutter abliefern sollen.

Nach dem Abschluss der Ermittlungen wurde der Schadenplatz am Freitagabend der Hausverwaltung übergeben. Die reinen Gebäudeschäden werden auf rund drei Millionen Franken geschätzt.

Bei der Explosion am vergangenen Samstagabend verloren drei Personen - ein 37-jähriger Mann, sein dreijähriger Sohn sowie eine 27-jährige Frau - ihr Leben.

Neun Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Rund die Hälfte von ihnen habe bereits wieder aus dem Spital entlassen werden können, liess der Sprecher der Kantonspolizei, Jürg Mosimann, wissen.

(bsk/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Bei einer Explosion und einem anschliessenden Brand sind am Morgen in Steffisburg BE zwei Menschen ... mehr lesen
Die Explosion ereignete sich am Morgen um 7 Uhr.
Gefüllte Kondome - eine von elf verschiedenen Ideen.
Gefüllte Kondome - eine von elf verschiedenen Ideen.
Lust auf «Condom Cookies»?  Der Wunsch mit Hilfe von Kondomen ein ganzes Menu zu kochen hat doch praktisch jeder. Oder etwa nicht? In Japan blühte diese Idee auf - Resultat ist ein Kochbuch. «Condom Meals I Want To Make For You» vertritt aber mehr als nur einen Hintergedanken. 
«Eine riesige Inspiration»  Schauspielerin Emma Watson (24) konnte mit ihrer bewegenden Rede vor den Vereinten Nationen eine Reihe von Stars beeindrucken. Sie ...  
In der Schweiz wurden für die fünfte PISA-Studie über 11'000 Jugendliche im Alter von 15 Jahren getestet. (Symbolbild)
PISA-Studie  Bern - Zahlenspiele scheinen Deutschschweizer Schülern ...  
Kulturelles Kapital relevant  Hamburg - «Digital Natives» sind längst nicht nur Jugendliche im Alter zwischen 15 und 24 Jahren, widerlegt ...  
Längst nicht nur jugendliche User im Fokus.
Titel Forum Teaser
Thomas Peter ist Professor für Atmosphärische Chemie an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Zum Zustand der Ozonschicht Alle vier Jahre untersuchen hunderte Wissenschaftler unter der ...
Timeout für Vorgang überschritten