Steigende Asylgesuche sind ein Mythos
publiziert: Dienstag, 23. Mrz 2010 / 14:19 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 23. Mrz 2010 / 22:17 Uhr
Die Zahl Asylsuchender ist 2009 stabil geblieben:  Asylunterkunft am Flughafen Genf.
Die Zahl Asylsuchender ist 2009 stabil geblieben: Asylunterkunft am Flughafen Genf.

Genf - Der Anstieg von Asylsuchenden in den Industrieländern ist laut dem UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) «ein Mythos». 2009 sei die Anzahl Asylgesuche im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben, sagte Antonio Guterres in Genf.

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Die Vorstellung, dass immer mehr Asylsuchende in die reichsten Länder kommen, «ist ein Mythos», sagte der UNO-Hochkommissar für das Flüchtlingswesen bei der Präsentierung des UNHCR-Jahresberichts. Behauptungen gewisser Populisten zum Trotz zeigten die Statistiken, dass die Zahlen stabil geblieben seien.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl Asylsuchender in 44 Industrieländern mit 377'200 Anträgen unverändert geblieben. Im Rekordjahr 2001 wurden 620'000 Gesuche registriert.

Regional grosse Unterschiede

Regional gibt es laut UNHCR aber grosse Unterschiede. So ist die Anzahl Gesuche in 19 Ländern gestiegen, während in 25 anderen Ländern weniger Gesuche verzeichnet wurden. In der Europäischen Union ist die Anzahl Gesuche um 3 Prozent gestiegen.

In der Schweiz sind 13 Prozent weniger Gesuche eingegangen. 2009 waren es 14'490 Anfragen, im Vorjahr 16'610. Aus methodischen Gründen weichen die Zahlen des UNHCR leicht von denen des Bundesamts für Migration (BFM) ab. Laut BFM ist die Anzahl Gesuche 2009 um 3,5 Prozent auf 16'005 gesunken.

Schweiz auf Platz 7

In der Rangliste der Länder mit den meisten Asylsuchenden pro Einwohner lag die Schweiz zwischen 2005 und 2009 laut UNHCR auf dem siebten Platz. An der Spitze liegen Zypern, Malta und Schweden.

Mit 26'800 Gesuchen kamen die meisten von Menschen aus Afghanistan. Damit stieg die Zahl der Asylsuchenden aus dem umkämpften Land am Hindukusch im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent.

Demgegenüber sank die Zahl der irakischen Asylgesuche um 40 Prozent. Sie sind mit 24'000 Anfragen gleichwohl an zweiter Stelle, gefolgt von 22'600 Gesuchen von Somaliern. Deren Zahl stieg um drei Prozent. Auf den weiteren Rängen finden sich Russland, China und Serbien. Die 18'600 Gesuche aus Serbien stammen mehrheitlich aus dem Kosovo.

(tri/sda)

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