Stellungspflichtige rücken ihr Sperma nicht heraus
publiziert: Montag, 8. Jan 2007 / 15:08 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 11. Jan 2007 / 06:48 Uhr

Bern - Die Nationalfondsstudie, die mit Spermaproben von Stellungspflichtigen die Fruchtbarkeit der Schweizer Männer untersuchen will, wird wegen Probenmangels weitergeführt. Seit Studienbeginn im September 2005 haben sich erst 700 Männer daran beteiligt.

Die Forscher brauchen noch 1500 bis 2000 Spermaproben.
Die Forscher brauchen noch 1500 bis 2000 Spermaproben.
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Um statistisch signifikante Resultate zu ermöglichen, müssten sich mindestens 1500 Rekruten an der Studie beteiligen, sagte Marc Germond, Professor für Fortpflanzungsmedizin und Leiter der Studie. Optimal wären jedoch 3000 Proben. Germond bestätigte damit einen Bericht des «Tages-Anzeiger».

Ursprünglich war der Abschluss der Studie, die Teil des Nationalen Forschungsprogramms «Hormonaktive Stoffe» ist, auf Sommer 2007 angesetzt. «Da wir erst mit zweijähriger Verspätung anfangen konnten, haben wir noch genügend Geld, um weiterzufahren», sagte Germond gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Läuft im Moment gut

Wann die Studie zu einem Abschluss kommen wird, kann der Studienleiter jedoch nicht sagen. «Es ist unmöglich abzuschätzen, wann wir genügend Proben haben werden.» Im Moment laufe es gut.

Die Forscher hofften auf eine Beteiligung von 10 Prozent der Stellungspflichtigen. Effektiv machten bisher lediglich 5 Prozent mit. Wieso die Beteiligung so weit unter den Erwartungen liegt, ist laut Germond nicht schlüssig zu erklären. Er vermutet, dass Tabus im Bezug auf Themen wie Zeugung, Unfruchtbarkeit und Sexualität eine Rolle spielen.

Studie ausweiten

Bisher wurden vor allem in der Westschweiz, im Rekrutierungszenter in Lausanne, Spermaproben gesammelt. Vor wenigen Monaten lief die Studie auch im Rekrutierungszenter in Rüti ZH an. Gemäss Germond möchten die Forscher die Studie so schnell wie möglich auch auf das Zentrum Locarno ausweiten.

Mit der Studie über die Fruchtbarkeit junger Schweizer Männer will das Forscherteam der Universität Lausanne herausfinden, wie hormonaktive Substanzen aus der Umwelt männliche Keimzellen beeinflussen.

(fest/sda)

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