Stéphane Lambiel und Sarah Meier klare Favoriten
publiziert: Mittwoch, 5. Jan 2005 / 22:48 Uhr

Stéphane Lambiel und Sarah Meier sind an den Schweizer Meisterschaften von heute Donnerstag bis Samstag in Lausanne die klaren Favoriten. Beide bestreiten wegen Verletzungen den ersten Wettkampf der Saison.

Alles andere als der fünfte Meistertitel in Serie für Lambiel käme einer grossen Überraschung gleich.
Alles andere als der fünfte Meistertitel in Serie für Lambiel käme einer grossen Überraschung gleich.
Lambiel musste sich Anfang September wegen eines Meniskusrisses im linken Knie einer Operation unterziehen, die ihn zu einer Pause von rund zwei Monaten zwang. Seither lief alles rund. Er steht auch wieder den Vierfach-Toeloop und seit kurzem den Dreifach-Axel. Am 12. Dezember trat der 19-jährige Walliser bei der ARD-Gala erstmals wieder vor Publikum auf.

Dass Lambiel keine lange Angewöhnungszeit braucht, bewies er 2002. Damals wurde der WM-Vierte des vergangenen Jahres am 12. November ebenfalls am Menikus (am rechten Knie) operiert, worauf er an den nationalen Titelkämpfen im Dezember nach nur einer Woche Sprungtraining die Zuschauer mit sieben Dreifachen in der Kür verzückte.

Fünfte Meistertitel

Alles andere als der fünfte Meistertitel in Serie für Lambiel, der seit Anfang Oktober in Lausanne wohnt, käme denn auch einer grossen Überraschung gleich. Für den Wirtschaftsstudenten bieten die SM in erster Linie eine optimale Gelegenheit, den Formstand für die Europameisterschaften in Turin zu testen, die am 25. Januar beginnen.

Spannender dürfte es im Kampf um die Silbermedaille werden, die wohl der 18-jährige Jamal Othman und der siebenfache Schweizer Meister Patrick Meier unter sich ausmachen. Bei der letzten Austragung hatte der zehn Jahre ältere Meier knapp die Nase vorne.

Othman präsentierte sich in dieser Saison jedoch mit einem 1. und 2. Platz an Junioren-Grand-Prix so erfolgreich wie noch nie. Bei diesem Duell geht es nicht nur um Rang 2, sondern auch um die EM-Teilnahme -- Lambiel sicherte der Schweiz vor einem Jahr in Budapest als Sechster einen zweiten Startplatz.

Sahra Meier fit?

Bei den Frauen strebt Sarah Meier ihre vierte Goldmedaille an. Die 20-jährige Bülacherin, die bei den letzten Titelkämpfen gefehlt hat, schlägt sich allerdings einmal mehr mit Verletzungen herum. Seit Ende September bekundet sie Achillessehnen-Probleme, zudem zog sie sich eine Blutvergiftung am Bein zu.

Deshalb war für die EM-Zehnte von 2004 seither kein regelmässiges Training mehr möglich; ihre neue Kür konnte sie bis am Dienstagmorgen gerade zweimal durchfahren. Obwohl Meier vor einem Jahr nicht am Start war, kann sie als Titelverteidigerin bezeichnet werden. Der damaligen Siegerin Cindy Carquillat wurde der Meistertitel nicht verliehen, weil sie in den Kür-Noten nicht den erforderlichen Schnitt von 4,8 erreichte.

Rückkehr auf die Wettkampfbühne

Meiers härteste Konkurrentin dürfte Kimena Brog Meier sein. Die 17-jährige Luzernerin blickt allerdings ebenfalls auf eine alles andere als optimale Vorbereitung zurück. Nachdem sie die vergangene Saison wegen Pfeifferschem Drüsenfieber komplett verpasst hatte, erlitt sie Ende Juli nach einer halbjährigen, guten Trainingsphase bei einem Sprint einen doppelten Bänderriss im linken Sprunggelenk. Daher konnte sie erst ab Oktober wieder richtig üben.

Die nationalen Titelkämpfe sind für Brog Meier ein weiterer Schritt zurück auf die Wettkampfbühne -- Mitte Dezember absolvierte sie an den deutschen Nachwuchs-Meisterschaften ihren ersten Wettbewerb seit beinahe zwei Jahren. Aus diesem Grund will sie in Lausanne noch nicht alles riskieren, sodass sie "nur" den Salchow, Toeloop und den Rittberger dreifach springen wird. Auch bei den Frauen können sich zwei Läuferinnen für die EM qualifizieren, wobei ausser Sarah Meier und Kimena Brog Meier wohl keine in Frage kommt.

Altes Bewertungssystem

In Lausanne kommt noch einmal das alte Bewertungssystem mit der Höchstnote 6,0 zur Anwendung, da der Schweizer Verband noch nicht über die nötige Infrastruktur für das neue System mit Punkten verfügt.

(von Sascha Fey/Si)

 
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