Sexueller Missbrauch
Stephen Collins zeigt seine Reue
publiziert: Mittwoch, 17. Dez 2014 / 19:59 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 17. Dez 2014 / 20:40 Uhr
Stephen Collins versucht sich zu erklären.
Stephen Collins versucht sich zu erklären.

'Eine himmlische Familie'-Star Stephen Collins (67) sprach über seine tiefe Reue, die er gegenüber den drei Mädchen empfindet, die er sexuell missbrauchte.

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Der Star aus 'Eine himmlische Familie' fand sich vor zwei Monaten mitten in einem Skandal wieder, als eine Tonbandaufzeichnung an die Öffentlichkeit geriet, auf der er zugibt, drei Mädchen zwischen zehn und 13 missbraucht zu haben.

Angeblich wurde das Tape heimlich und einige Jahre zuvor während einer Paartherapie-Sitzung angefertigt, die Stephen mit seiner damaligen Frau Faye Grant besuchte. Faye reichte 2012 die Scheidung von dem Schauspieler ein.

Dem 'People'-Magazin liegt eine Stellungnahme von Stephen Collins vor, der sich damit zum ersten Mal zu dem Tape und den Sexvorwürfen äussert.

Eine heimliche Aufnahme

«Vor 40 Jahren habe ich einen furchtbaren Fehler gemacht, den ich zutiefst bereue. Ich versuche seitdem, ihn wieder gutzumachen. Ich habe mich entschieden, diese Probleme nun öffentlich zu adressieren, weil vor zwei Monaten verschiedene News-Organisationen eine Aufnahme veröffentlichten, die von meiner früheren Frau Faye Grant während einer vertraulichen Ehetherapie-Sitzung im Januar 2012 gemacht worden war. Diese Sitzung wurde ohne mein Wissen oder das des Therapeuten und ohne unsere Zustimmung aufgezeichnet. Auf der Aufnahme beschreibe ich Ereignisse, die vor 20, 32 und 40 Jahren stattfanden. Die Veröffentlichung der Aufnahme führte zu Annahmen und Anspielungen über das, was ich getan habe, die weit über das hinausgingen, was tatsächlich passiert ist. So schwer wie das auch ist, ich möchte, dass die Leute die Wahrheit wissen.»

Weiter gibt der beliebte Serien-Vater zu, dass es drei Opfer gebe und er in den vergangenen zwei Jahrzehnten «keinen Impuls verspürte», seine Handlungen zu wiederholen.

Entschuldigung beim Opfer

In seiner Stellungnahme versucht der Amerikaner auch zu erklären, warum er sich nicht persönlich bei seinen Opfern entschuldigt hat.

«Ich hatte 15 Jahre später die Möglichkeit, das bei einer der Frauen zu tun. Ich entschuldigte mich und sie war ausserordentlich gütig. Aber danach habe ich in meiner Therapie gelernt, dass es die Dinge für sie (die Betroffenen) tatsächlich schlimmer machen kann, wenn ich direkt damit umgehe, weil es alte Wunden aufreisst. Ich habe die anderen beiden Frauen nicht kontaktiert, eine von ihnen ist heute in ihren 50ern, eine in ihren 30ern.»

In der Stellungnahme, die 1000 Wörter umfasst, entschuldigt sich Stephen für das, was er getan hat und beteuert, Verantwortung für seine Taten übernommen zu haben.

Ein impulsiver Akt

Er beschreibt zudem, zu welcher Art von Übergriffen es gekommen sei. Demnach hätte er sich als 25-Jähriger vor einem jungen Mädchen entblösst und sie dazu gebracht, ihn unsittlich zu berühren. «Es war ein absolut impulsiver Akt und es verfolgt mich seitdem, wenn ich daran denke, was sie wegen mir durchmachen musste», heisst es in einem Abschnitt, der auf 'today.com' veröffentlicht wurde.

Stephen Collins will in einem Interview mit der Journalistin Katie Couric (57) noch einmal ausführlich Stellung zu den Vorwürfen beziehen; dieses soll am Freitag in der amerikanischen TV-Show '20/20' ausgestrahlt werden, einen Stream soll es auch auf 'Yahoo!' geben.

(awe/Cover Media)

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