Sterbehilfe: Bischöfe gegen jegliche Gesetze
publiziert: Dienstag, 8. Jul 2008 / 22:03 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 8. Jul 2008 / 22:18 Uhr

Bern - Die Schweizer Bischöfe stellen sich gegen den Bundesrat: Gesetzliche Regelungen zur organisierten Sterbehilfe, wie sie die Landesregierung prüfen will, lehnen sie kategorisch ab.

Die Bischöfe befürworten ein Verbot der Sterbehilfe-Organisationen.
Die Bischöfe befürworten ein Verbot der Sterbehilfe-Organisationen.
4 Meldungen im Zusammenhang
Organisierte Suizidbeihilfe widerspreche nicht nur dem christlichen Menschenbild, sondern auch jenem der Bundesverfassung, teilte die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) mit. Für die Schweizer Bischöfe wären gesetzliche Vorschriften zur Sterbebeihilfe deshalb «untragbar».

Mit dem Erlass von Gesetzesvorschriften werde den «Suizid-Organisationen» unweigerlich eine staatliche Legitimation zugebilligt. Nur ein Verbot der «organisierten und gewerbsmässigen Beihilfe zum Selbstmord» sei deshalb angemessen.

Beihilfe zur Selbsttötung widerspreche der grundlegenden Pflicht zum Schutz allen menschlichen Lebens, schreibt die SBK weiter. Der Suizidwunsch entspringe zudem selten einem freien Willensentscheid, sondern sei praktisch immer vom Druck der Umstände erzwungen.

Ethische Schranken

Der vom Bundesrat bei Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf in Auftrag gegebene Bericht zu Gesetzesvorschriften über die organisierte Sterbehilfe soll Anfang 2009 vorliegen. Bereits jetzt steht jedoch fest, dass kein umfassendes Aufsichtsgesetz ausgearbeitet werden soll.

Vielmehr will der Bundesrat abklären, ob beispielsweise Sorgfalts-, Beratungs- und Dokumentationspflichten erlassen werden. Abgeklärt werden soll auch, ob ethische Schranken erforderlich sind. Dadurch könnte zum Beispiel verboten werden, dass gesunde Menschen in den Tod begleitet werden.

(ht/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 3 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Stuttgart - Baden-Württemberg hat ... mehr lesen
Die Annahme des Entwurfs ist offen.
Der Zürcher Kantonsrat lehnt ein Verbot der Sterbehilfeorganisation Dignitas ab.
Zürich - Der Zürcher Kantonsrat lehnt ... mehr lesen
Bern - Immer mehr Menschen wünschen sich einen begleiteten Suizid. Das stellt Jérôme Sobel fest, Exit-Präsident in der Westschweiz. Es sei eine kulturelle Revolution im Gange, der man sich nicht verschliessen könne. mehr lesen 
Kirche und Co
das spricht ja wieder mal eine deutliche Sprache... die Anliegen der Bevölkerung interessieren die Kirchenvertreter sowieso nicht, sonst hätte der "entlassene" Priester von Bischof Koch sicher rechtliches Gehör erhalten.. tja und nun hat dem lieben Bischof mal ein Gericht gesagt, wo es langgeht.. aber auch da hat die Kirche das Gefühl sich einmischen zu müssen, lächerlich sowas...

Wie gesagt haben die Kirchen ja je länger je mehr ein Imageproblem, welches aber ganz klar hausgemacht ist... für die gelten ja die "weltlichen" Gesetze eh nicht, dabei heisst es doch so schön "Vor Gott sind alle gleich", kommt mir aber nicht so vor wenn ich solche Berichte lese
Auch wir haben sie
Fundamentalisten! Auch Katholiken haben ein "kanonisches" Recht, das weltliche Urteile nur zögerlich akzeptiert. Bischof Koch war empört darüber, dass das Basler Kantonsgericht sich zum Fall Röschenz einzumischen wagte:

http://www.kath.ch/pdf/kipa_20071112121921.pdf

Die Kirchen predigen ewiges Halleluja und jenseitige Glückseligkeit. Für Diesseitiges sind Menschen kompetent genug.
was wäre wenn?
Diese dummen Kirchenfuzzis... Hauptsache die Welt platzt aus allen Nähten :-(
und dann werden wir von diesen "Scheinheiligen" mit den Kirchenglocken Tag und Nacht daran erinnert, wer das Sagen hat... typisch halt... die sind einfach in der Zeit stehen geblieben und haben das Gefühl uns den Glauben aufzwingen zu können..

die sind etwa gleich radikal, wie z.B. die Lungenliga die ein gesamtschweizerisches Rauchverbot überall will, krank sowas

Was wenn jemand wirklich nicht mehr leben will oder so schwer krank ist, dass das Leben nicht mehr lebenswert ist, soll der dahin vegetieren und auf seinen Tod warten?

Typisch halt
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Schwierige Zeiten für viele Branchen.
Schwierige Zeiten für viele Branchen.
Coronavirus  Bern - Die Höchstbezugsdauer für Kurzarbeitsentschädigung wird auf 24 Monate erhöht. Dies hat der Bundesrat am 12. Mai 2021 beschlossen. Zudem soll das summarische Abrechnungsverfahren verlängert werden. Der Bundesrat erteilte dem WBF den Auftrag, ihm bis Ende Juni eine entsprechende Verordnungsanpassung zu unterbreiten. mehr lesen 
Publinews Läden, Restaurants, Märkte, Museen und Bibliotheken dürfen wieder öffnen  Bern - Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 29. April 2020 entschieden, die Massnahmen zum Schutz vor dem ... mehr lesen  
Ab dem 11. Mai können Gastrobetriebe unter strengen Auflagen wieder öffnen. In einem ersten Lockerungsschritt sind an einem Tisch maximal vier Personen oder Eltern mit Kindern erlaubt.
Auch die Online Medien sollen profitieren  Bern - Die Medien sind für unsere direkte Demokratie von zentraler Bedeutung. Sie informieren die Bevölkerung und ermöglichen dadurch wichtige Debatten. Sinkende Erträge machen ihnen jedoch zu schaffen. Um die Rahmenbedingungen für die Medien zu verbessern und ein vielfältiges Angebot in den Regionen zu fördern, hat der Bundesrat beschlossen, die Medien mit einem Massnahmenpaket zu unterstützen. An seiner Sitzung vom 29. April 2020 hat er die Botschaft an das Parlament verabschiedet. Neben einem Ausbau der indirekten Presseförderung sieht der Bundesrat eine Unterstützung von Online-Medien sowie allgemeine Massnahmen zugunsten der elektronischen Medien vor. Die Unabhängigkeit der Medien bleibt gewahrt. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 1°C 12°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
Basel 2°C 14°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 0°C 11°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Bern 0°C 13°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
Luzern 2°C 12°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Genf 1°C 15°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
Lugano 10°C 15°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten