Stern-Geliebte zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt
publiziert: Donnerstag, 18. Jun 2009 / 14:10 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 18. Jun 2009 / 17:15 Uhr

Genf - Das Genfer Geschworenengericht hat die Ex-Geliebte des französischen Bankiers Edouard Stern wegen vorsätzlicher Tötung zu acht Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Die Parteien zeigten sich mit dem Urteil zufrieden.

Das Genfer Geschworenengericht kam zu einem Urteil im Prozess gegen Cécile B., die Ex-Geliebte von Stern.
Das Genfer Geschworenengericht kam zu einem Urteil im Prozess gegen Cécile B., die Ex-Geliebte von Stern.
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Das Gericht kam zum Schluss, dass die heute 40-jährige Französin Stern mit Berechnung tötete. Sie hatte zugegeben, den Bankier am 28. Februrar 2005 während sadomasochistischen Sexspielen erschossen zu haben.

Die Geschworenen befanden, dass ihr Verschulden sehr schwer wiege. Mit vier Schüssen aus einem Revolver habe sie einen «Mann in der Blüte seines Lebens» niedergestreckt, der noch viele Jahre vor sich gehabt hätte, sagte die Gerichtspräsidentin bei der Verkündung des Strafmasses.

Besonders verwerfliche Tat

Die Tat sei besonders feige, weil ihr Opfer wehrlos gewesen sei. Mit dem ersten Schuss ins Gesicht, hätten nur wenig Chancen bestanden, dass Stern überlebe.

Neben der Gefängnisstrafe wurde die Frau zudem zu einer symbolischen Schadenersatzzahlung an die Hinterbliebenen von einem Franken verurteilt. Zudem muss sie die Prozess- und Anwaltskosten von 217'000 Franken übernehmen.

Mit der Strafe von acht Jahren und sechs Monaten könnte die 40-jährige Französin bereits in 17 Monaten auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen werden, wie ihr Anwalt erklärte. Sie hat bereits über vier Jahre Untersuchungshaft hinter sich, die ihr angerechnet werden.

Der Anwalt bezeichnete die Strafe als «massvoll» und schloss einen Rekurs aus. Für seine Mandantin sei es wichtig gewesen, dass die Geschworenen anerkannt hätten, dass sie Stern geliebt habe und ihn nicht aus Geldgier getötet habe.

Auch die Anwälte der Hinterbliebenen des Bankiers zeigten sich über das Verdikt des Geschworenengerichts befriedigt. Das Urteil sei klar und zeige, dass Stern für seinen Tod nicht verantwortlich sei, sagte einer der Anwälte. Für die Angehörigen sei es wichtig gewesen, dass er als unschuldiges Opfer anerkannt werde.

(sl/sda)

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