Steter Drogenkonsum um Probleme zu bewältigen
publiziert: Mittwoch, 18. Feb 2004 / 14:50 Uhr

Lausanne - Tabak-, Alkohol- und Cannabis-Konsum geht bei Jugendlichen laut einer Studie meist mit psychologischen, sozialen und familiären Problemen einher. Eine Betreuung muss deshalb frühzeitig und in einem globalen Rahmen einsetzen.

10 Prozent der Jugendlichen kiffen regelmässig.
10 Prozent der Jugendlichen kiffen regelmässig.
Diese geht aus einer Studie des psychiatrischen Dienstes für Kinder und Jugendliche der Universität Lausanne (SUPEA) hervor. Die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) finanzierte Studie schliesst eine Lücke, da bisher nur Daten über das Konsumverhalten von Erwachsenen vorliegen.

Die Forscher haben während dreier Jahre 102 Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren untersucht, die regelmässig psychoaktive Substanzen - vor allem Cannabis - konsumieren. Die regelmässigen Konsumenten machen rund 10 Prozent der Jugendlichen in der Schweiz aus, erklärte SUPEA-Forschungsleiterin Monique Bolognini vor den Medien.

Zwei Drittel der befragten Jugendlichen konsumieren täglich Cannabis. Alkohol wird vor allem am Wochenende getrunken. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen, die Zigaretten rauchen, tut dies in grosser Menge: 10 bis 20 Zigaretten pro Tag. Beim Tabak setzt der Konsum bereits im Alter von 13 Jahren ein. Alkohol wird ab 14 bis 15 Jahren getrunken. Der Cannabis-Konsum folgt später.

Nach der Studie weisen Jugendliche mit moderatem Konsum weniger psychologische, soziale, familiäre oder gesetzliche Probleme auf. Umgekehrt sind Jugendliche mit intensivem oder steigendem Konsum mit grösseren Problemen konfrontiert: Ihre Situation verschlechtert sich in allen Bereichen.

Konsumation und Probleme entwickeln sich parallel, betont die Psychologin Léonie Chinet, die an der Studie mitgearbeitet hat. Es gebe keine Hinweise auf ein Verhältnis von Ursache und Wirkung zwischen beiden Bereichen.

Es lässt sich also nicht schlussfolgern, Jugendliche rauchten Joints, weil sie Sorgen haben. Ebensowenig lässt sich sagen, dass die Konsumierenden grössere Problemen haben, weil sie rauchen.

(fest/sda)

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