Steuer auf Flugtickets soll Aidskranke retten
publiziert: Mittwoch, 20. Sep 2006 / 07:48 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 20. Sep 2006 / 08:22 Uhr

New York - Eine neue Aids-Initiative ist am Dienstag bei den Vereinten Nationen offiziell ins Leben gerufen geworden.

Nur jedes zehnte erkrankte Kind in Afrika bekomme laut Bill Clinton lebensrettende Arzneimittel.
Nur jedes zehnte erkrankte Kind in Afrika bekomme laut Bill Clinton lebensrettende Arzneimittel.
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Mit einer Solidaritätssteuer auf Flugtickets wollen fünf Länder unter der Führung von Frankreich jährlich 300 Millionen Dollar sammeln.

Damit sollen Medikamente gegen Aids, Malaria und Tuberkulose zu finanziert und Hunderttausenden Kindern in Entwicklungsländern das Leben gerettet werden.

Das Projekt unter der der Schirmherrschaft der neu gebildeten Organisation Unitaid wurde am Rande der UNO-Vollversammlung aus der Taufe gehoben.

Unterstützung von Bill Clinton

Neben Frankreich sind auch Brasilien, Chile, Grossbritannien und Norwegen an der Initiative beteiligt. Der frühere US-Präsident Bill Clinton hat bereits Unterstützung zugesagt. Seine Stiftung will mit der pharmazeutischen Industrie um Preisnachlässe auf die dringend benötigten Aids-Medikamente verhandeln.

Nur jedes zehnte Kind in Afrika, das an HIV erkrankt ist, bekomme lebensrettende Arzneimittel, so Clinton. Die von Frankreich initiierte Solidaritätssteuer auf Flugtickets sei eine faire Lösung.

«Fliegen ist das Symbol für die Globalisierung. Und weil die Hälfte der Welt davon ausgeschlossen ist, warum sollten die wohlhabenden Länder nicht helfen», so Clinton.

UNO-Generalsekretär Kofi Annan nannte die Unitaid-Initiative eine «ermutigende Idee zur Finanzierung von Entwicklungshilfe» und versprach die Unterstützung der Vereinten Nationen.

(bert/sda)

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