Bankkunden bleiben anonym
Steuerabkommen mit Grossbritannien unterzeichnet
publiziert: Donnerstag, 6. Okt 2011 / 14:50 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 6. Okt 2011 / 17:00 Uhr
Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf (Archivbild).
Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf (Archivbild).

London/Bern - Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf hat am Donnerstag in London das revidierte Steuerabkommen mit Grossbritannien unterzeichnet. Damit wird voraussichtlich 2013 für britische Kunden von Schweizer Banken eine Abgeltungssteuer eingeführt.

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Wie das bereits unterzeichnete Abkommen mit Deutschland enthält auch der Vertrag mit Grossbritannien zwei Hauptkomponenten: Neben der Einführung der Abgeltungssteuer auf den Kapitalerträgen britischer Bankkunden in der Schweiz wird auch in der Schweiz angelegtes Schwarzgeld aus Grossbritannien legalisiert.

Am Donnerstag setzten die Bundesrätin und der britische Steuerminister David Gauke ihre Unterschriften unter das Dokument, wie das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) mitteilte.

Bankkunden bleiben anonym

Schweizer Banken ziehen gemäss dem Abkommen eine Steuer zwischen 27 und 48 Prozent bei ihren britischen Kunden ein, wenn diese ihr Konto nicht offenlegen wollen. Für Deutschland liegt der Satz bei 26,375 Prozent. Die Bankkunden bleiben gegenüber dem britischen Steueramt HMRC (Her Majesty's Revenue and Customs) anonym.

Für unversteuerte Vermögenswerte, die auf Schweizer Konten liegen, müssen die britischen Inhaber pauschal zwischen 19 und 34 Prozent des Vermögens abliefern. Das ist gleich viel, wie mit Deutschland vereinbart wurde. Die Banken leisten dazu aber eine deutlich geringere Vorauszahlung von 500 Mio. Fr. an das Vereinigte Königreich (Deutschland: 2 Mrd. Franken).

Das Abkommen verweist auch auf die Möglichkeit für steuerpflichtige Briten, ihre Vermögensangelegenheiten direkt gegenüber den Behörden ihres Landes offenzulegen. Weiter regelt das Abkommen auch Belange von Personen, die ihren Wohnsitz nicht in Grossbritannien haben.

Teure Umsetzung

Die Abkommen sind für die Schweiz nicht billig. Weil die Schweiz gegenüber Deutschland und Grossbritannien auf den Rückbehalt aus dem EU-Zinsbesteuerungsabkommen verzichtet, entgehen Bund und Kantone jährlich rund 41 Mio. Franken. Der Aufwand in der Verwaltung beträgt 6,5 Mio. Fr. pro Jahr. Auf rund eine halbe Milliarde schätzen die Banken ihren Aufwand.

Wie beim Abkommen mit Deutschland muss die Vereinbarung in der Schweiz und auch in Grossbritannien noch von den Parlamenten gutgeheissen werden.

(bg/sda)

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Bankensubvention längst Realität
Seit 2008 werden die Banken dieser Welt regelmässig von UNS Steuerzahler finanziert.
Sei es durch "Rettungsaktionen" vom Staat, oder eben durch Nationalbanken dieser Welt, die den Banken seit bald 3 Jahren GRATIS Geld abgeben!!!

Damit werden dann die Abermilliarden Boni und Gehälter der Abzockerriege der oberen Etagen bezahlt.

Die Banken sind eigentlich schon lange verstaatlicht, nur will dies keiner wahrhaben.

Schauen wir mal gen Norden Richtung Merkelland. Die ist gerade dabei zu planen, die Banken Europas mit Steuergelder zu "retten", damit die neo-liberale Mittelstandsvernichtungmaschine fröhlich weiter laufen kann und ja keine Reichen etwa mehr Steuern zahlen müssten, oder CEO's auf ihre Milliarden Boni verzichten müssten.
Bankensubentivon
Das ist nicht anderes als eine indirekte Bankensubvention.

6 Mia für die Landwirtschaft
3 bis 4 Mia für die Banken
15 bis 20 Mia für sonstige Wirtschaft
ergibt ein nettes Sümmchen.
5 Mia fürs Mitlitär hab ich noch vergessen.

Gleich regen sich alle wieder über die 40 Mio auf, im selben Atemzug geben die Parteien unversteuerte Spendengelder in noch höherem Umfang aus.

Jeder bekommt seine Suvention sogar der der weit zur Arbeit fährt.

Ich setz mich in mein Auto fahr 40 km kassiere die Subvention ein und jammere so gut wie es geht, über andere welche sie kriegen.
Zum Schluss mach ich die Ausländer dafür verantwortlich während ein Portugise bei meinem Auto für die Waschstrasse (für 15 Franken die Stunde) die Vorwäsche macht und freue mich daüber, dass der Krankenkassenausgleich soeben auf mein Konto überweisen wurde.
Amen.
Und wo bleibt die Moral? Brauchts keine so lange ich mehr Subvention bekomme wie die anderen
Die Politiker
verscherbeln unser Tafelsilber und die Mitesser finden das ganz toll. Nur. Wenn wir irgendwann auf Pappteller umsteigen, wird dieser leer sein.
Ich bin gespannt, welches soziale Experiment wir dann als erstes stoppen, damit wieder Geld in der Kasse verbleibt.
Reithalle?Hmm. Zu wenig Fleisch am Knochen.

Deutschkurse für Ausländer etc? Schon eher.
Da kommen zweistellige Milliardenbeträge zusammen.
In anderen Ländern ist das eh eine Bringschuld der Neubürger. Auch in der Schweiz gingen viele diesen Weg erfolgreich.

Es sind eigentlich immer die gleichen Volksgruppen, die nur kosten und nix bringen. Und dazu noch lauthals fordern. Raus damit und Geld gespart.
.
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