«Steueraffäre» ist Wort des Jahres in Liechtenstein
publiziert: Montag, 15. Dez 2008 / 17:16 Uhr

Vaduz - «Steueraffäre» ist das Wort des Jahres 2008 in Liechtenstein. Eine sechsköpfige Jury wählte es aus 550 eingegangenen Vorschlägen aus, wie das Organisationskomitee mitteilte.

«Steueraffäre» ist das Wort des Jahres 2008 in Liechtenstein.
«Steueraffäre» ist das Wort des Jahres 2008 in Liechtenstein.
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Das Wort des Jahres steht im Zusammenhang mit der Verhaftung des damaligen deutschen Postchefs Klaus Zumwinkel Mitte Februar vor laufenden Kameras. Der 64-Jährige wird verdächtigt, Geld über eine anonyme Liechtensteiner Stiftung am Fiskus vorbeigeschleust zu haben. Es folgten Razzien in Deutschland und anderen Ländern.

Ausgelöst hat die Steueraffäre ein ehemaliger Angestellter der Liechtensteiner LGT Treuhand mit einem Datenklau. Der Mann, der unter neuer Identität lebt und trotz internationalem Haftbefehl noch nicht gefasst ist, verkaufte die Kundeninformationen für über vier Millionen Euro dem deutschen Bundesnachrichtendienst BND.

Unwort des Jahres

«EU-Betrugsabkommen» wurde zum Unwort des Jahres bestimmt. Die Jury begründet die Wahl damit, dass das Abkommen zwischen Liechtenstein und der EU von den Medien vielfacht verkürzt wird und im vollen Wortlaut richtig «EU-Betrugsbekämpfungsabkommen» heisst.

«Von einer Steueroase zu einer Oase der Stabilität»: Der Satz des Jahres stammt aus fürstlichem Munde. Ausgesprochen hat ihn Erbprinz Alois am 26. November am Bundespräsidenten-Treffen auf Schloss Rapperswil SG.

Allerdings handelt es sich um ein Satzfragment: «Wir bewegen uns in den jetzigen, turbulenten Zeiten mehr und mehr von einer Steueroase zu einer Oase der Stabilität», sagte der regierende Erbprinz wörtlich.

(smw/sda)

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