Unternehmenssteuerreform III
Steuerausfälle müssen verringert werden
publiziert: Dienstag, 16. Okt 2012 / 23:52 Uhr
Die WAK fordert eine Kompensation der  Steuerausfälle.
Die WAK fordert eine Kompensation der Steuerausfälle.

Bern - Am Kapitaleinlageprinzip, das im Zuge der Unternehmenssteuerreform das zu Steuerausfällen in Milliardenhöhe geführt hat, will die ständerätliche Wirtschaftskommission festhalten. Doch sie fordert, dass die Ausfälle mit der Unternehmenssteuerreform III kompensiert werden.

Hauser Kommunikation: Ihr Plus in Kommunikation, Public Affairs, Public Relations, Moderation.
9 Meldungen im Zusammenhang
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) beschloss mit 8 zu 4 Stimmen eine entsprechende Kommissionsmotion, wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten. Im Auge hat die WAK Ausfälle, die «wesentlich höher sind» als im Abstimmungsbüchlein zur Unternehmenssteuerreform II vorausgesagt.

Diese Steuerausfälle müssten durch eine Gesetzesänderung oder im Rahmen der geplanten Unternehmenssteuerreform III ganz oder zum Teil kompensiert werden, fordert die WAK. Dabei müsse den geschätzten Steuer-Mehreinnahmen Rechnung getragen werden.

Am Grundsatz, wonach die Kapitaleinlagen steuerfrei an die Inhaber der Anteile zurückbezahlt werden, will die WAK aber festhalten. Das Kapitaleinlageprinzip erlaubt es Firmen, ihre Aktionäre über steuerfreie Agio-Rückzahlungen am Gewinn zu beteiligen, statt ihnen steuerpflichtige Dividenden auszurichten.

Knappes Ja

Das Stimmvolk hiess die Unternehmenssteuerreform II im Jahr 2008 mit 50,5 Prozent Ja-Stimmen gut. In der Abstimmungsbroschüre war von Steuerausfällen in der Höhe eines zweistelligen Millionenbetrages die Rede gewesen.

Die Anfang 2011 in Kraft gesetzte Neuerung führte vergangenes Jahr aber zu Ausfällen bei der Verrechnungssteuer von 1,2 Milliarden Franken. In Zukunft werden jährliche Ausfälle von bis zu 600 Millionen Franken erwartet.

Der WAK lagen zwei Motionen aus der kleinen Kammer vor, die auf eine Verringerung der Steuerausfälle abzielen. Beide Absender seien bereit, ihre Vorstösse zurückzuziehen, sollte der Ständerat die Kommissionsmotion annehmen.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Alt Bundesrat Hans-Rudolf Merz verteidigt im FDP-Parteiorgan seine Rolle bei der Unternehmenssteuerreform II. Er ... mehr lesen
Der ehemalige Bundesrat Hans-Rudolf Merz. (Archivbild)
Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf zeigte sich bereit, eine Vorlage auszuarbeiten. (Archivbild)
Bern - Der Ständerat hat sich auf ein Vorgehen geeinigt, die Steuerausfälle aus der Unternehmenssteuerreform II zu verringern. Die kleine Kammer hiess eine Motion gut, ... mehr lesen
Bern - Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) hat sich gegen die vom ... mehr lesen
Die Reform würde jährliche Steuerausfälle in Milliardenhöhe verursachen, sagte Daniel Lampart. (Bildarchiv)
Lausanne - Die Abstimmung über die Unternehmenssteuerreform II wird nicht wiederholt. Das Bundesgericht hat zwei Beschwerden gegen den Urnengang von 2008 abgewiesen. Der Bundesrat muss sich wegen seiner mangelhaften Wahlinformationen allerdings Kritik gefallen lassen. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Lausanne - Das Bundesgericht lädt den Bundesrat ein, zu den drei Beschwerden gegen die Abstimmung über die ... mehr lesen
Der Bundesrat hat von Ausfällen von 84 Millionen Franken beim Bund und etwa 850 Millionen Franken bei den Kantonen gesprochen.
Durch steuerfreie Agio-Rückzahlungen gingen dem Bund Milliarden verloren (Symbol).
Bern - Der Nationalrat will nicht auf ... mehr lesen 2
Bern - Statt der im Abstimmungskampf prognostizierten Steuerausfälle von einigen Dutzend Millionen Franken drohen ... mehr lesen 8
Die SP geht davon aus, dass dem Bund zweistellige Milliardenbeträge verloren gehen könnten.
Hans-Rudolf Merz freut sich über die Annahme der Unternehmenssteuerreform.
Bern - Das Schweizer Volk hat die zweite Unternehmenssteuerreform äusserst knapp akzeptiert - mit 50,53 Ja-Stimmen ... mehr lesen
Hauser Kommunikation: Ihr Plus in Kommunikation, Public Affairs, Public Relations, Moderation.
Ende des Jahres tritt der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäpatt zurück.
Ende des Jahres tritt der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäpatt ...
Stadtberner Wahlen  Bern - Kehrtwende im Streit um das Rot-Grün-Mitte-Bündnis in der Stadt Bern. Die SP-Delegierten sind am Montag von ihren Forderungen abgerückt und ermöglichen die Fortführung der langjährigen Partnerschaft mit dem Grünen Bündnis und der Grünen Freien Liste für die Wahlen. 
Berner Rot-Grün-Mitte-Bündnis steht vor dem Aus Bern - Das Rot-Grün-Mitte-Bündnis, das die Stadt Bern seit 24 Jahren regiert, steht vor dem Aus. Wenn in ...
Alle drei Parteien halten an ihrem Anspruch auf das Berner Stadtpräsidium fest. (Symbolbild)
Strassenverkehr  Bern - Der Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds (NAF) ist zum Spielball im Abstimmungskampf um die Milchkuh-Initiative geworden. In der Verkehrskommission des Nationalrats hat sich eine unheilige Allianz gegen das Gesetz ausgesprochen.  
Claude Fankhauser Satire darf alles - aber wenn die Realität absurd genug ist, stösst Satire an Grenzen, die sie nicht durchbrechen kann. mehr lesen  
Glaskinn und 'Meitschiblase': Köppels Freipass für die Leitung des medizinhistorischen Instituts.
Titel Forum Teaser
 
Wettbewerb
   
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zum Release des siebten Teils der Star Wars-Serie («Das Erwachen der Macht») verlosen wir zwei DVDs.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 6°C 13°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt sonnig
Basel 8°C 13°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
St. Gallen 8°C 11°C stark bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen sonnig
Bern 8°C 13°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
Luzern 8°C 13°C stark bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen sonnig
Genf 6°C 14°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Lugano 12°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten