Steuervorteile ziehen auch Wirtschaftskriminelle an
publiziert: Donnerstag, 1. Mrz 2007 / 15:56 Uhr

Zürich - Die Wirtschaftskriminalität beschert der Schweizer Wirtschaft einen jährlichen Verlust von 8 Milliarden Franken. Das sind 2 bis 4 Prozent des Brutto-Inlandprodukts, schätzt das Bundesamt für Polizei (fedpol).

Mehr als 60 Prozent der Firmen verzichten bei Problemen auf eine Anzeige.
Mehr als 60 Prozent der Firmen verzichten bei Problemen auf eine Anzeige.
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Über die ganze Schweiz gesehen, ist in den letzten Jahren kein markanter Anstieg der Wirtschaftskriminalität festzustellen, sagt Erich Leimlehner, Analyst beim fedpol.

Aber: «Nur weil die Zahlen in den Polizeistatistiken mehr oder weniger stabil bleiben, entspricht dies nicht unbedingt der tatsächlichen Situation.»

Es gebe eine hohe Dunkelziffer. Aus Angst, ein Strafverfahren könnte seinen Ruf schädigen,regle nämlich manches Unternehmen Probleme lieber intern.

Eine kürzlich veröffentliche Studie der Universität Lausanne bestätigt diese Hypothese: Mehr als 60 Prozent der Firmen verzichten auf eine Anzeige.

Keine einheitliche Definition

Von den 543 befragten Genfer Firmen gaben 35 Prozent an, schon Opfer von Wirtschaftskriminalität gewesen zu sein. Eine andere Umfrage ergab mit 37 Prozent einen vergleichbaren Anteil. Firmen des Detail- und En-Gros-Handels sind heute mehr betroffen als Unternehmen des Finanzsektors.

Leimlehner betont, dass es für Wirtschaftskriminalität in der Schweiz keine einheitliche Definition gibt. So sei denn Vorsicht angebracht beim Vergleich von kantonalen Statistiken. Darin fehlen beispielsweise komplexe Fälle des organisierten Verbrechens, Finanzierung von terroristischen Gruppen, Internetkriminalität und internationale Dossiers, die verschiedene Kantone betreffen.

Mit solchen Fällen befasst sich nämlich seit 2002 der Bund, etwa mit der Meldestelle für Geldwäscherei. Zurzeit ist ein Reformprojekt im Gange, welches die Kantone noch stärker entlasten und die Bundespolizei effizienter machen soll.

(bert/sda)

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