Stichprobenartige Neuauszählung im Iran
publiziert: Montag, 20. Jun 2005 / 13:31 Uhr

Teheran - Nach Protesten gegen mutmassliche Wahlfälschungen im Iran hat die Wahlbehörde Neuauszählungen angeordnet.

Der Bürgermeister von Teheran schnitt verdächtig gut ab.
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Demnach werden in Teheran sowie in den Städten Ghom, Matschhad und Isfahan stichprobenartig die Stimmen aus 100 Urnen erneut ausgezählt. Wie das Staatsfernsehen berichtete, sollen die Auszählung solle bis zum Abend abgeschlossen sein, damit die zweite Runde der Präsidentschaftswahl wie geplant am Freitag stattfinden könne.

Besonders scharfe Betrugsvorwürfe hatte der Reformer Mehdi Karubi, ein Vertrauter des scheidenden Präsidenten Mohammed Chatami, an die radikalen Kräfte im Land gerichtet. Auch die linksgerichtete Partei Organisation der Mudschahedin der Islamischen Revolution (OMIR) sprach von Wahlmanipulationen.

Suspekt: Abschneiden von Nedschad

Zweifel an den Wahlergebnissen waren nach dem überraschend guten Abschneiden des ultra-konservativen Bürgermeisters von Teheran, Mahmud Ahmadi-Nedschad, aufgetaucht. Er tritt in der Stichwahl gegen den moderaten Kleriker und Ex-Präsidenten Akbar Haschemi Rafsandschani an.

Der frühere Parlamentspräsident Mehdi Karrubi, der bei der Wahl auf Platz drei gekommen war, hatte offiziell Beschwerde gegen das Wahlergebnis eingelegt.

Er warf den paramilitärischen Revolutionsgarden und dem Wächterrat vor, zu Gunsten von Ahmadi- Nedschad Einfluss auf die Wahl genommen zu haben. Auch Rafsandschani sprach von einer "organisierten Beeinflussung" der Wahl. Konservative, Reformer und Säkularisten wollen bei der Stichwahl Rafsandschani gegen Ahmadi-Nedschad unterstützen.

(fest/sda)

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