Stiftung Antidoping Schweiz ADS gegründet
publiziert: Montag, 5. Mai 2008 / 20:23 Uhr

Einstimmig, aber nicht ohne Misstöne wurde vom Schweizer Sportparlament in Ittigen BE die Stiftung Antidoping Schweiz (ADS) gegründet. Damit verfügt die Schweiz über ein auch international taugliches Instrument im Kampf gegen Doping.

Die Mitglieder des Ausserordentlichen Sportparlaments stimmen über die Annahme der Antidoping Schweiz ab.
Die Mitglieder des Ausserordentlichen Sportparlaments stimmen über die Annahme der Antidoping Schweiz ab.
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Kritische Töne gab es wegen der Knausrigkeit des Bundes bezüglich Finanzierung der neuen Agentur. Swiss-Olympic-Präsident Jörg Schild stellte im Beisein von Bundesrat Samuel Schmid fest, dass die Schweiz das einzige Land sei, in dem der Sportdachverband (1,9 Mio Franken) mehr als der Staat (1,7 Mio Franken) zur Dopingagentur beiträgt. Die betreffende Debatte des Nationalrats sei für ihn, Schild, «eine herbe Enttäuschung gewesen».

Bundesrat Schmid bezeichnete die Stiftungsgründung als «wichtigen Schritt zur Bekämpfung des Dopings», wies aber weitere finanzielle Begehrlichkeiten des Schweizer Sports ab: «Erwarten Sie in Zukunft nicht mehr Mittel vom Staat.» Zuerst wolle der Bund vermehrte Eigenleistungen des Sports sehen.

Immerhin konnte der Sportminister mit einer Geste gegenüber der neuen Stiftung aufwarten: mit einer «einmaligen Mitgift» von 300'000 Franken als Anschub-Finanzierung.

Fussball-Krawalle verurteilt

In der Abstimmung über die Einführung der Dopingstiftung votierten 341 Stimmen der Verbände für die Schaffung ADS bei einer Enthaltung. Dass von den 82 Verbänden, die Swiss Olympic angeschlossen sind, nur 51 vertreten waren, veranlasste Jörg Schild, sein Missfallen darüber kundzutun, «bei einer derart wichtigen Angelegenheit» nicht zu erscheinen.

Mehr Raum in ihren Reden als zum Thema Doping widmeten Bundesrat Schmid und FIFA-Präsident Sepp Blatter, der zum Ehrenmitglied von Swiss Olympic ernannt wurde, den Fussball-Krawallen des letzten Wochenendes.

Schmid verurteilte das Geschehen «aufs Schärfste». Er habe den Eindruck, «dass auf Stufe Klub nicht getan wird, was zu tun wäre.» Aber auch die Politik sei gefordert, es müssten in Zukunft alle am gleichen Strick und die gleiche Richtung ziehen, «oder braucht es wirklich einen Toten?»

Der «höchste Fussballer» Blatter schämte sich «für diese Fans, die keine Fans sind, das ist der letzte Schrei von Hooligans», fügte aber an: «Solange wir in der Schweiz veraltete Stadien haben und in den neuen Stadien weiterhin Stehplätze erstellen, wird das nicht besser.»

(smw/Si)

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