Stipendien: Verband fordert schweizweite Regelung
publiziert: Dienstag, 16. Okt 2007 / 10:08 Uhr

Bern - Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) fordert ein landesweit einheitliches Stipendienwesen. Nur so könne die Chancengleichheit beim Hochschulzugang garantiert werden. Sein Anliegen will der Verband mit einem Gesetzesentwurf durchsetzen.

Marra: «Es ist für die Studierenden schwieriger geworden, neben dem Studium einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.»
Marra: «Es ist für die Studierenden schwieriger geworden, neben dem Studium einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.»
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Schon seit Jahren werde die Harmonisierung der kantonalen Stipendiensysteme auf die lange Bank geschoben, kritisierten Vertreter des VSS vor den Medien in Bern.

Deshalb habe der VSS nun die Initiative ergriffen und einen Gesetzesentwurf ausgearbeitet.

Handlungsbedarf sieht der Verband vor allem wegen der Bologna-Reformen an den Hochschulen: Es sei für die Studierenden schwieriger geworden, neben dem Studium einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Es brauche deshalb eine Lösung, um auch ökonomisch schlechtergestellten Personen ein Studium zu ermöglichen.

Anspruch auf Stipendium

Der VSS schlägt in seinem Gesetzesentwurf vor, allen Studierenden ohne genügend eigene finanzielle Mittel Anrecht auf ein Stipendium zu gewähren. Finanzschwache Studierende, die bereits eine höhere Ausbildung abgeschlossen haben, hätten Anspruch auf ein zinsloses Darlehen.

Bei der Vergabe der Gelder sollen aus Sicht des VSS auch die finanziellen Möglichkeiten der Eltern berücksichtigt werden, sofern der Student oder die Studentin nicht während zwei Jahren finanziell unabhängig war. Das Stipendium würde gemäss dem Vorschlag für ein Jahr gewährt und könnte anschliessend erneuert werden. Es soll sowohl zur Deckung der Studienkosten als auch des Lebensunterhalts beitragen. Wer ein Vollzeitstudium absolviert, wird nicht verpflichtet, einer Teilzeitarbeit nachzugehen.

Runder Tisch

Der Entwurf reformiere das Stipendienwesen und mache es zu einer Bundesaufgabe, erklärte Ada Marra, Generalsekretärin des VSS, das Projekt. Eine Eidgenössische Kommission würde künftig die Bemessungsgrundlagen für die Stipendien festlegen, während die Kantone für die Vergabe der Gelder zuständig wären.

Um dem Projekt zum Durchbruch zu verhelfen, hat der Studierendenverband die politischen Parteien Ende November zu einem runden Tisch eingeladen. «Es ist unser Ziel, den grösstmöglichen Konsens zu finden», sagte Marra.

(li/sda)

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