Stockende EU-Verhandlungen
publiziert: Freitag, 17. Jun 2005 / 16:29 Uhr / aktualisiert: Freitag, 17. Jun 2005 / 16:57 Uhr

Brüssel - Die Verhandlungen über die EU-Finanzen 2007 bis 2013 kommen nicht voran. Bis jetzt hätten die EU-Staats- und Regierungschefs ihre Positionen nicht angenähert, hiess es am Rande des Gipfels.

Gipfelpräsident Jean-Claude Juncker (r) versuche nun, in Einzelgesprächen eine Lösung zu finden.
Gipfelpräsident Jean-Claude Juncker (r) versuche nun, in Einzelgesprächen eine Lösung zu finden.
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Vor allem Grossbritannien und Frankreich sind bislang nicht bereit, ihre gegensätzlichen Positionen anzunähern, wie verlautete.

Grossbritanniens Premierminister Tony Blair hatte erneut erklären lassen, er sei nur bereit, über den derzeit 5,2 Milliarden Euro schweren Rabatt seines Landes zu verhandeln, wenn die EU eine grundlegende Reform ihrer Finanzen und vor allem der Agrarausgaben einleite.

Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac lehnte Kürzungen kategorisch ab. Die Niederländer trügen ihre Forderungen nach einer Entlastung ihrer Nettozahler-Lasten zudem sehr entschieden vor, hiess es aus Sitzungskreisen. Die Niederlande und Schweden hatten noch am Freitagmorgen mit einem Veto gedroht.

Unterstützung

Dagegen würden vor allem die Vertreter der neuen Mitgliedstaaten im Osten Europas die Finanzierungsvorschläge des luxemburgischen Vorsitzes unterstützen, heiss es.

Gipfelpräsident Jean-Claude Juncker versuche nun, in Einzelgesprächen mit den Staats- und Regierungschefs eine Lösung zu finden, sagten Diplomaten.

Bereits vor dem Gipfel hatte Juncker angekündigt, er werde die Verhandlungen frühzeitig abbrechen, wenn er keine Kompromissbereitschaft sehe.

(bert/sda)

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