Stöckli und Ebnöther in der Pole-PositionDie Männer von Basel Regio (Ralph Stöckli) und die Frauen des CC Zürich (Luzia Ebnöther) starten dank ihren Leistungen in der Qualifikation als Leader zu der am Samstag beginnenden Finalrunde der Schweizer Curlingmeisterschaften in Wetzikon.
(smw/Si)
Stöckli und Ebnöther gehören zu den erfolgreichsten Schweizer Skips der letzten Jahre. Beide schlossen sich auf die laufende Saison hin mit stark (Stöckli) oder leicht (Ebnöther) veränderten Formationen neuen Klubs an -- und etablierten sich auf Anhieb erneut an der Spitze. Die Basler egalisierten in der Qualifikation, der Swiss League, mit 14 Siegen in 15 Partien den Rekord des Badener Teams von Andreas Schwaller aus dem Jahr 2004.
In der Konkurrenz der Männer darf man einem faszinierenden Duell zwischen Basel Regio und Titelverteidiger Baden Regio entgegenblicken. Schwallers Team hatte im Dezember in Basel den ersten EM-Titel für das Schweizer Männercurling seit 20 Jahren errungen -- mit der wertvollen Unterstützung von Ralph Stöckli auf der dritten Position.
Adelboden mit Skip Björn Zryd scheint am ehesten in der Lage zu sein, in das Duell einzugreifen. Die Berner Oberländer hatten schon vor einem Jahr den Halbfinal erreicht, in dem sie an der damaligen St. Galler Formation von Ralph Stöckli scheiterten.
In dieser Saison schnitten die Adelbodner in der Swiss League am zweitbesten ab, um zwei Siege besser als Baden Regio. St. Galler Bär, angeführt von Stöcklis langjährigem Teamgefährten Claudio Pescia, nimmt die Finalrunde mit drei Punkten Rückstand auf Baden Regio in Angriff.
Fünf Frauenteams eng beieinander
Nach der Halbierung der Punkte aus der Swiss League liegen die besten fünf Frauenteams innerhalb von nur gerade drei Punkten beisammen. Einen Zähler hinter Zürich folgt Vorjahressieger Flims. Die Olympia-Zweiten und EM-Dritten absolvieren zum letzten Mal eine Schweizer Meisterschaft mit dem bewährten Back-End Mirjam Ott (Skip) und Binia Feltscher-Beeli (Nummer 3). Feltscher-Beeli wird in der nächsten Saison als Skip eine neue Crew führen.
Die jungen Bielerinnen um Skip Tania Grivel, Weltmeisterinnen 2005 bei den Juniorinnen, haben sich erstmals mitten in die nationale Elite der «Grossen» gespielt. Sie belegen vor der Finalrunde den 3. Platz, noch vor den etablierten Baden Regio (Manuela Kormann, Meisterin 2001) und Dübendorf (Silvana Tirinzoni, Meisterin 2005).
Neu zehn Männerteams und nur sechs Frauenteams
Seit Jahren bestreiten wesentlich mehr Männer- als Frauenteams die Qualifikation in der Swiss League. Der Verband Swiss Curling trägt dieser Tatsache erstmals Rechnung: Das Feld der Männer wurde von acht auf zehn Teams erweitert, jenes der Frauen von acht auf sechs Teams verkleinert.
Die Männer beginnen die Finalrunde mit einer einfachen Round Robin (je 9 Spiele), die Frauen mit einer doppelten Round Robin (je 10 Spiele). Diese 19 Runden bedeuten ein Rekordpensum für Schweizer Meisterschaften. Nach der Vorrunde werden die besten vier Männer- und die besten drei Frauenteams am Freitag und am Samstag nächster Woche um die Titel spielen.
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