Strafanzeige in Zug wegen Begünstigung
publiziert: Mittwoch, 28. Mai 2008 / 12:47 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 28. Mai 2008 / 14:26 Uhr

Zug - Im Kanton Zug haben in den letzten 30 Jahren viele Verurteilte ihre Strafe nicht verbüsst. Verantwortlich dafür ist der frühere Chef des Amtes für Straf- und Massnahmenvollzug. Wegen Verdachts auf Begünstigung läuft ein Strafverfahren gegen ihn.

2001 war bereits Strafanzeige gegen den damaligen Amtsleiter eingereicht worden.
2001 war bereits Strafanzeige gegen den damaligen Amtsleiter eingereicht worden.
Eine externe Adminstrativuntersuchung hat ergeben, dass in 188 Fällen Strafen und Massnahmen nicht korrekt vollzogen worden sind, wie Landammann Joachim Eder erklärte. Über 100 Fälle sind verjährt.

Es handle sich um keine schweren Straftaten, die ungesühnt blieben, sagte Marcel Bertschi, der mit der Untersuchung beauftragte frühere Erste Staatsanwalt des Kantons Zürich. «Verlauert» worden sei der Vollzug von Strafen für «nicht gravierende Delikte».

Auf den damaligen Amtschef sind gemäss Bertschi keine strafbaren Druckversuche ausgeübt worden. Er war nach den Worten von Sicherheitsdirektor Beat Villiger in seinen Aufgaben - auch krankheitsbedingt - überfordert. Als Beamter habe er «Mühe bekundet, Termine zu setzen und Entscheide zu fällen».

Vollzug unter der Lupe

Bertschi nahm den Vollzug von 1769 Fällen aus den Jahren 1978 bis 2007 unter die Lupe. Ermittelt wird nun gegen den 59-Jährigen, der nicht mehr beim Kanton Zug arbeitet, wegen Verdachts auf Begünstigung in 55 Fällen und der versuchten Begünstigung in 29 Fällen.

Bei 18 Personen hat der heutige Amtsleiter den ordnungsgemässen Vollzug nachträglich noch eingeleitet. Ein Urteil aus dem Jahr 2002, das eine Strafe von 29 Monaten Gefängnis verlangte, fand Bertschi im Archiv, wo es 2005 irrtümlich abgelegt worden sei. Der Verurteilte muss die Strafe nun doch noch verbüssen.

(smw/sda)

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