Strampeln für ein paar Sendeminuten
publiziert: Freitag, 24. Okt 2008 / 17:36 Uhr / aktualisiert: Samstag, 25. Okt 2008 / 01:09 Uhr

Fussball und Eishockey sind in TV, Radio und Printmedien omnipräsent. Andere Sportarten müssen hierzulande für ein paar Sendeminuten und ein paar Zeilen schwer kämpfen.

Nur durch Medienaufmerksamkeit fliessen Sponsorengelder um attraktive Events zu veranstalten.
Nur durch Medienaufmerksamkeit fliessen Sponsorengelder um attraktive Events zu veranstalten.
1 Meldung im Zusammenhang
«Sport und Medien» war das breitgefächerte Thema der ganztägigen Sport-Session 2008 von Swiss Olympic in Ittigen.

Am Beispiel des in der Schweiz stark gewachsenen Unihockey wurde aufgezeigt, wie sehr eine nicht zu den publikumswirksamen Selbstläufern zählende Sportart sich bemühen muss, um eine gewisse Beachtung zu finden.

Teure TV-Produktionen

Swiss Unihockey kann dank einem erheblichen finanziellen Engagement der «Mobiliar» seine Hauptwettbewerbe «Swiss Mobiliar League» und «Swiss Mobiliar Cup» in die Medien bringen, muss jedoch für die TV-Produktion eines nicht live übertragenen Spiels 25'000 bis 30'000 Franken aufwenden.

Der Verband registrierte in der letzten Saison eine Präsenz von insgesamt 30 Minuten und 18 Sekunden am Schweizer Fernsehen -- und darf dies im Vergleich zu gleich grossen oder kleineren Sportarten als Erfolg verbuchen.

Voraussetzungen

Erstens bekannte Schweizer Sportler, zweitens bedeutende Schweizer Sport-Events, drittens internationale Top-Events - das sind die Hauptobjekte, um die herum das Schweizer Fernsehen seine Sportgefässe plant.

Hansjörg Wyss, Redaktionsleiter «Sport aktuell», zeigte auf, dass auch kleinere Sportarten durchaus die Chance auf eine Sendezeit bei SF bekommen können. Voraussetzungen sind eine gewisse Ästhetik der Sportart, ein potenzielles Zuschauerinteresse - und Eigeninitiative.

Im Teufelskreis

Kleinere Sportarten bewegen sich indessen oftmals in einem Teufelskreis. Weil sie wenig oder keine TV-Präsenz vorweisen, kommen sie nicht an die Sponsorengelder heran - an jene Gelder, die wiederum nötig wären, um attraktive Events aufzubauen und in die Medien zu kommen.

Stefan Nünlist, Leiter Unternehmenskommunikation von Swisscom, sprach von 6000 bis 8000 Sponsoring-Gesuchen aller Art, die jährlich über seinen Schreibtisch wandern. Die Anfragen, sagte Nünlist, würden jedoch immer besser. «Ich kann eine Tendenz zur Professionalität feststellen.»

(fest/Si)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 5°C 13°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Basel 6°C 17°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
St. Gallen 7°C 15°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Bern 3°C 16°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Luzern 5°C 17°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Genf 6°C 17°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Lugano 8°C 17°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten