Strassenmagazin «Surprise» soll aus Bahnhöfen abziehen
publiziert: Freitag, 10. Okt 2008 / 15:44 Uhr / aktualisiert: Freitag, 10. Okt 2008 / 18:52 Uhr

Bern - Ab dem 1. Januar 2009 dürfen die «Surprise»-Verkäufer nach eigenen Angaben ihr Strassenmagazin nicht mehr in den Schweizer Bahnhöfen anbieten. Laut der SBB ist das letzte Wort aber noch nicht gesprochen.

Für die Verkäuferinnen und Verkäufer sei das eine Katastrophe, so das Magazin.
Für die Verkäuferinnen und Verkäufer sei das eine Katastrophe, so das Magazin.
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Das Strassenmagazin befürchtet beträchtliche finanzielle Einbussen, wenn der Verkauf in den Bahnhöfen nicht mehr möglich wäre. Jedes vierte Heft werde in Bahnhöfen verkauft, hielt «Surprise» fest. Zudem helfe die Präsenz in den Bahnhöfen, Spenden einzuholen.

Die SBB wolle «Surprise» genauso wie anderen Organisationen keine Bewilligung für die Benützung des Bahnhofgrundes mehr erteilen, heisst es weiter. Dies werde mit einem Projekt «Kundenfreundliche Grossbahnhöfe» begründet.

In einem Communiqué bestätigte die SBB, sämtliche Promotionsverträge auf Ende Jahr gekündigt zu haben. Kundinnen und Kunden beklagten sich über die Verkaufs- und Verteilaktionen in den Bahnhöfen.

Verweigert SBB Gespräch?

Die Gespräche mit den betroffenen Organisationen seien aber noch nicht abgeschlossen. Dem entgegnet «Surprise», die SBB sei materiell nicht auf Gesprächsversuche eingetreten.

«Surprise» versteht sich als Integrationsprojekt für sozial benachteiligte Menschen. Ungefähr 70 Prozent der rund regelmässigen 300 Verkäufer beziehen Sozialhilfe. Die Hälfte des Verkaufspreises geht an die Verkäufer. Das Heft erscheint in der Deutschschweiz mit einer Auflage von 30 000 Exemplaren und erreicht 123 000 Leser.

Für die Verkäuferinnen und Verkäufer könnte der Entscheid eine «Katastrophe» sein, schreibt das Strassenmagazin weiter.

(ht/sda)

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