Street Parade droht Entzug der Bewilligung
publiziert: Donnerstag, 8. Mai 2008 / 11:46 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 8. Mai 2008 / 15:44 Uhr

Zürich - Die Zürcher Polizeivorsteherin Esther Maurer droht der Street Parade per 2009 mit dem Entzug der Bewilligung. Dies, falls es im kommenden August nicht gelinge, die letztjährigen Alkoholexzesse auf Zürichs Strassen zu verhindern.

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Falls sich die Situation bei der diesjährigen Street Parade vom 9. August nicht verbessere, stelle sich der Stadtrat ernsthaft die Frage, ob er den Technoanlass weiterhin bewilligen wolle. Dies drohte Maurer in einem Interview im «Tages-Anzeiger» an.

Bei der Zürcher Street Parade, dem europaweit grössten Techno-Anlass, verlaufe die Entwicklung analog zur Berliner Love Parade, warnt Maurer. Je länger je mehr werde der Anlass für Drogen- und Alkohlexzesse missbraucht. Jugendliche aus der ganzen Schweiz und dem Ausland kämen nach Zürich, um sich zu besaufen.

Bei der letzten Street Parade mussten über 250 Personen wegen Alkohol und Drogen behandelt werden. Die Stadt erarbeitete deshalb zusammen mit den Organisatoren der Street Parade ein Massnahmenpaket gegen die Alkoholexzesse.

Gegen Alkohol-Exzesse

Maurer räumt im Interview ein, dass die Street-Parade-Verantwortlichen nicht die Verantwortung übernehmen könnten für alles, was am Street-Parade-Wochenende in Zürich abgehe.

Die Organisatoren gäben sich erhebliche Mühe, dass es nicht wieder zu Exzessen wie vor einem Jahr komme. So werden beispielsweise alkoholfreie Getränke an Ständen günstiger verkauft als solche mit Alkohol.

Street Parade bedauert

Stefan Epli, Mediensprecher der Street Parade, bedauerte auf Anfrage, dass Zürichs Alkohol- und Drogenprobleme derart auf dem Buckel der Street Parade ausgetragen würden. Es gebe viele Veranstaltungen in Zürich mit ähnlichen Problemen. Die Street Parade findet in diesem Jahr zum 17. Mal statt. 2007 wurde sie von rund 800'000 Personen besucht.

(ht/sda)

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Häsch Reschpäkt? Chasch Choo!
Liebe Behörden, Damen und Herren Politiker ... was wollen Sie denn noch alles verbieten?

Sorry Frau Esther Maurer, aber diese Ansage ist total lächerlich. Wollen Sie etwa als nächstes das Zürifest, Sechseleuten und Knabenschiessen auch noch verbieten?

Nicht genug, dass Sie die Bewilligungen in diesem Jahr für Musikanlangen im Freien massiv einschränken, nun drohen Sie auch noch mit Entzug der Bewilligung.

Schon die Begründung, dass nach der EM den Zürchern nicht mehr soviel Lärm zugemutet werden könne, ist total daneben. Eventuell sollten Sie sich nach einem Platz im Altersheim umsehen ... irgendwo im Aargau.

Der Alkoholkonsum unter Jugendlichen stellt generell ein Problem dar und nicht nur speziell am Streetparade Wochenende. Wie wäre es denn mit Prävention und Aufklärung anstelle von Repression.

Frau Polizeivorsteherin denken Sie doch noch einmal scharf nach, bevor Sie solche Drohungen aussprechen.

Zürich könnte einen der besten Anlässe verlieren und mit ihm 800'000 zahlende Kunden aus dem In- und Ausland!
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