Streik in Frankreich erreicht neuen Höhepunkt
publiziert: Dienstag, 20. Nov 2007 / 10:12 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 22. Nov 2007 / 01:48 Uhr

Paris - In Frankreich haben die Proteste gegen das Reformprogramm von Präsident Nicolas Sarkozy einen neuen Höhepunkt erreicht. Neben den Eisenbahnern verweigerten neu auch Lehrer, Post- oder Spitalangestellte den Dienst.

Die wenigen öffentlichen Verkehrsmittel, die noch in Betrieb sind, sind hoffnungslos überfüllt.
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Gewerkschaften hatten alle gut fünf Millionen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst zu einer eintägigen Arbeitsniederlegung aufgerufen, um gegen den Abbau von bis zu 23'000 Stellen zu protestieren. Laut der Regierung streikten rund ein Drittel der 2,5 Millionen Staatsbediensteten, die direkt den Ministerien unterstellt sind.

In mehreren französischen Städten gingen Zehntausende auf die Strasse. Nach Angaben von Gewerkschaftsboss Bernard Thibault beteiligten sich in ganz Frankreich fast 700'000 Menschen an Kundgebungen. Die Polizei sprach von 375'000 Demonstranten landesweit.

Neben Schulen blieben auch viele Post- und Finanzämter geschlossen. In öffentlichen Spitälern arbeitete oft nur eine Notbelegschaft.

Da auch Fluglotsen streikten, fielen an den Pariser Flughäfen Flüge aus oder verspäteten sich. Der Ausstand in den Kernkraftwerken löste in der Atomstromproduktion Einbussen von knapp neun Prozent aus.

Starke Störungen des Fern- und Nahverkehrs

Der Streik der Eisenbahner sorgte derweil weiter für starke Störungen des Fern- und Nahverkehrs. So konnte die Bahngesellschaft SNCF am siebten Streiktag in Folge nur die Hälfte ihres Angebots auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken aufrecht erhalten. Dadurch fielen auch in der Schweiz wieder Züge aus.

Während die TGV zwischen Basel nach Paris normal verkehrten, fuhren ab Genf vier der sieben Züge, in Bern und Lausanne fiel je eine Verbindung aus.

Die Züge in den Süden Frankreichs und der Nachtzug nach Spanien verkehrten nicht. Zwischen Basel und Mülhausen fuhr nur die Hälfte der Regionalzüge.

Für Mittwoch sind erstmals seit Beginn des Aussstands vor einer Woche Gespräche zwischen der Regierung und den Eisenbahnern angesetzt. Sarkozy rief die Angestellten der Bahn am Dienstag zu einem Ende ihres unbefristeten Streiks auf.

(smw/sda)

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